Kategorie: Blog

  • Kunst, Yoga & Gastfreundschaft

    Kunst, Yoga & Gastfreundschaft

    Haus Hirt in Bad Gastein

    Es gibt Orte, die man betritt und sofort das Gefühl hat: Hier darf ich loslassen. Das Haus Hirt in Bad Gastein ist genau so ein Ort – ein Haus mit Geschichte, Charakter und einem ganz besonderen Spirit. Es ist hip, ja, aber nicht im oberflächlichen Sinn. Es ist artsy, voller kleiner Überraschungen und gleichzeitig ein echtes Zuhause auf Zeit für Familien, Paare und Freund:innen.

    Einst diente das Haus Hirt als Salon für große Persönlichkeiten. Unter ihnen Thomas Mann, Stefan Zweig, Somerset Maugham und sogar der Schah von Persien. Heute ist es ein urbanes Hotel geführt von Evelyn und Ike Ikrath für Zeit- und Freigeister, ein Ort für Menschen, die Balance, Genuss und Gleichgesinnte suchen.

    Über 101 Jahre alt und voller verschachtelter Stockwerke, Nischen und Winkel, wirkt das Haus Hirt bis heute wie ein echtes Original. Kein durchgestyltes Hotel, sondern ein Ort, der seine Gäste mit offenen Armen empfängt.

    Elma Choung entwarf gemeinsam mit Ike Ikrath eine Atmosphäre, die den Charme eines großen Privathauses mit einem mutigen Stilmix von den 30er-Jahren bis in die Gegenwart verbindet – kreativ, detailverliebt und voller Offenheit. Großzügige Glasflächen holen das Licht ins Haus, Kunstwerke regen zum Nachdenken an, und dazwischen finden sich immer wieder Nischen, die Geborgenheit schenken. In jeder Ecke spürt man die künstlerische Handschrift, die Liebe zum Detail und die Freude am Besonderen.

    Ein Ort mit Geschichte

    Bad Gastein selbst blickt auf eine lange, bewegte Vergangenheit zurück. Schon im 19. Jahrhundert galt das Tal mit seinen Thermalquellen als mondäner Kurort, der Künstler:innen, Intellektuelle und Aristokratie aus ganz Europa anzog. Nach Jahrzehnten des Glanzes folgte eine ruhigere Zeit, in der viele Gebäude leer standen und der Ort fast wie in einem Dornröschenschlaf wirkte. Erst in den letzten Jahren erlebte Bad Gastein eine Wiederbelebung. Getragen von Menschen wie Evelyn und Ike Ikrath, die Leerstände in Chancen verwandelten und dem Ort mit Kunst, Kultur und Gastfreundschaft neues Leben einhauchten.

    Evelyn selbst ist tief in der Hotellerie verwurzelt. Ihre Familie stammt aus Salzburg, die Mutter aus einer Hotelier Familie, der Vater ging in den 1950er Jahren in die renommierte Tourismusschule in Bad Gastein. Er verliebte sich nicht nur in den Ort, sondern auch in Evelyns Mutter und so begann eine Familiengeschichte, die eng mit der Gasteiner Hotellerie verbunden ist. Später übernahm die Familie das Haus Hirt von einer kinderlosen Vorbesitzerin. Evelyn wuchs mit drei Geschwistern in diesem besonderen Haus auf.

    „Wir sind hier groß geworden, es war immer voller Leben, voller Geschichten“

    Während ihre Geschwister andere Wege gingen, entschied sich Evelyn, gemeinsam mit Ike, das Erbe fortzuführen und Haus Hirt zu dem zu machen, was es heute ist, eine Geschichte, die Architektur und Gastfreundschaft verbindet. Evelyn studierte das Hotelfach und sammelte Erfahrung auf ihren Wanderjahren, Ike ging denselben Weg als Architekt. Als sie sich begegneten, wurde aus Berufung große Liebe und aus dem alten Landhaus aus den 20er-Jahren eine intime Wohlfühloase, geprägt von neuen Sichtweisen, Kontrapunkten und Kreativität.

    Kunst die verbindet

    Im Haus Hirt ist Kunst nicht schmückendes Beiwerk, sondern das Herz des Hauses. Evelyn Ikrath zählt zu den Initiatorinnen der Kunst- und Kulturszene in Bad Gastein. Gemeinsam mit Einheimischen, Künstler:innen, Galeristen und Visionär:innen hat sie Festivals, Ausstellungen und Projekte ins Leben gerufen, die dazu beigetragen haben, das Tal neu zu beleben. Die Denkensweise damals war sehr problemorientiert, durch viel Leerstand und hohe Investionen, doch es gab Mut für neue Ideen.

    „Lass uns mal schauen, was die Träume sein können.“

    Daraus entstand Sommerfrische, Freiluftkino im alten Straubinger, Ausstellungen im ehemaligen Kraftwerk – Experimente, die Räume neu belebt und Besucher:innen inspiriert haben.

    Kunst findet man hier nicht nur an den Wänden, sondern in Begegnungen, Gesprächen und der Atmosphäre selbst. Werke der Fotografin Amira Fritz, die Menschen und Landschaften entlang der Transsibirischen Eisenbahn portraitierte, oder geometrische Formen im Yogaraum sind mehr als Dekoration – sie sind Fenster in andere Welten. Kunst im Haus Hirt will bewegen, irritieren, beflügeln. Sie schenkt jedem Gast die Möglichkeit, eine eigene Resonanz zu finden.

    „Kunst eröffnet mir eine Welt, die ich alleine vielleicht nicht sehen würde.“

    Yoga, Wellness & Natur

    Schon bei der Ankunft stellt sich ein eigener Rhythmus ein. Zweimal täglich Yoga – morgens und abends. Das schafft Raum, um Körper und Geist ins Gleichgewicht zu bringen.

    „Wir haben uns gedacht, es soll bei uns immer Yoga geben … und so ist es dann einfach entstanden“

    „Yoga ist hier wie Zähneputzen – es gehört einfach dazu.“

    Unterschiedliche Yoga Lehrer:innen aus aller Welt prägen die Einheiten mit ihrem Stil, sodass jede Woche neue Inspiration ins Haus zieht.

    Im Spa-Bereich wartet Entspannung pur: Aveda-Behandlungen, Innenpool, Sauna und eine sonnige Terrasse laden zum Verweilen ein. Wer den Blick schweifen lässt, sieht die Altstadt von Bad Gastein, eingerahmt von der imposanten Bergwelt.

    Genuss für alle Sinne

    Das kulinarische Angebot folgt einer einfachen, aber feinen Philosophie: ausgiebiges Frühstück, gesunder Lunch, ausgezeichnetes Abendessen. Alles ist liebevoll zubereitet, frisch, gesund und mit einer Selbstverständlichkeit serviert, die den Luxus im Einfachen sichtbar macht.

    Haus Hirt ist auch ein Ort, an dem man sich als Familie wohlfühlt: Kids Club, geführte Wanderungen und ein Team, das Herzlichkeit großschreibt, sorgen dafür, dass alle Generationen auf ihre Kosten kommen.

    „Es soll für jeden etwas geben. Und es soll glücklich sein und gut sein.“

    Haus Hirt ist ein Hotel, das keines sein möchte. Es ist Treffpunkt, Rückzugsort, Bühne und Wohnzimmer zugleich. Manche Gäste sagen, es sei fast wie ein zweites Zuhause, oder, wie Evelyn es beschreibt: „Basislager für Großstadtpflanzen … oder wie ein Surfcamp in den Bergen.“

    Ein Ort voller Lebensfreude, Kunst und Gemeinschaft.

    👉 Sollte das Haus Hirt einmal ausgebucht sein, empfiehlt sich ein Blick ins Schwesternhotel Miramonte, das denselben unverwechselbaren Spirit trägt.

  • Von der Kuh zum Familienhotel

    Von der Kuh zum Familienhotel

    Das Familien- und Gartenhotel Theresia in Saalbach

    Am Anfang steht eine Frau mit Mut und einer klaren Vorstellung. Uroma Theresia Gensbichler arbeitete viele Sommer als Sennerin, machte Käse und Butter, erhielt ihren Lohn in Naturalien und erarbeitete sich so eine kleine Herde. Mit dem Erlös kaufte sie 1947 ein Grundstück am Saalachfluss und erfüllte sich den Traum vom eigenen Gasthof. So entstand der Auhof, das erste Wirtshaus in Hinterglemm.

    1980 entstand dann durch ihre Tochter Marianna und ihren Mann Franz Egger ein Neubau, der das kleine Gasthaus ablöste. 1981 öffnete das Hotel Theresia seine Türen – ausgestattet mit 96 Gästebetten, Hallenbad und Saunen. Für die damalige Zeit war das außergewöhnlich modern. Franz Egger war nicht nur Hotelier, sondern auch Wanderführer für seine Gäste, Vizebürgermeister und langjähriger Geschäftsführer der Bergbahnen. Er prägte das Haus mit seiner Leidenschaft für Menschen, Geschichten und die Berge.

    Ende der achtziger Jahre übernahm schließlich Marianne Brettermeier-Egger (Tochter von Marianna Egger) gemeinsam mit ihrem Mann Harald das Hotel. Gemeinsam entwickelten sie das Haus weiter, setzten auf Architektur, Design und Nachhaltigkeit. 2001 erhielt das Theresia als erstes Hotel im SalzburgerLand die Biozertifizierung. Heute führen ihre Kinder Harald Jun., Franz-Josef und Anna-Theresa das Hotel gemeinsam mit den Eltern in die nächste Generation.

    Die vierte Generation

    Heute wird das Haus von der vierten Generation geführt und die Familie Brettermeier lebt diese Rolle mit Herzblut. Jeder übernimmt seine Aufgaben und bringt die eigenen Stärken ein.

    Mutter Marianne ist die gute Seele des Hauses und wird auch „Happiness Managerin“ genannt. Sie ist beim Frühstück immer mitten unter den Gästen, hört zu, löst Probleme und sorgt dafür, dass man sich willkommen fühlt. Vater Harald arbeitet lieber im Hintergrund. Er kümmert sich um Technik, Finanzen, aber auch um die qualitätsvolle Weinauswahl im Hotel. Er brachte außerdem die Kunst ins Haus, die heute an vielen Ecken sichtbar ist.

    Ihre drei Kinder Franz-Josef, Harald und Anna führen den Betrieb in die nächste Generation. Franz-Josef hat BWL und Politikwissenschaften in Innsbruck studiert und fühlt sich an der Rezeption und in der Reservierung am wohlsten. Anna ist von klein auf im Betrieb hineingewachsen, schon während ihrer Praktika, die man als Tourismusschülerin nachweisen muss, war sie in verschiedenen Bereichen im Hotel tätig. Sie studierte ebenfalls Betriebswirtschaft in Innsbruck. Heute kümmert sich Anna um das Marketing, übernimmt organisatorische Aufgaben und springt ein, wo es nötig ist. Harald, der kreative Kopf mit einem Studium in Informationsdesign, bringt frische Ideen ein, gestaltet Räume neu, übernimmt nebenbei technische Aufgaben und kümmert sich außerdem um das Personal.
    Gemeinsam mit Küche und Service ist er im ständigen Austausch, arbeitet eng mit dem Küchenchef und der Restaurantleiterin zusammen und treibt so Verbesserung und neue Ideen voran.

    Viele Pflanzen, viel grün

    Damit die Übergabe zwischen den Generationen gelingt, hat sich die Familie Unterstützung durch externe Coaches geholt. Besonders die offene Kommunikation ist wichtig, wenn eine neue Generation eigene Ideen und Werte einbringen möchte. Für die Familie Brettermeier stehen Liebe und Zusammenhalt dabei immer an erster Stelle.

    Familienzeit neu gedacht

    Dass die vierte Generation neue Ideen mitbringt, zeigt sich schon am neuen Namen des Hotels. Seit zwei Jahren liegt der Schwerpunkt ganz bewusst auf Familien und seit der Wintersaison 2024/25 gibt es im Theresia All Inclusive. Es war eine mutige Entscheidung, die jedoch perfekt zur Ausrichtung passt. Familien haben sich hier schon immer wohlgefühlt. Jetzt ist der Urlaub planbarer und entspannter, weil niemand mehr mit einer hohen Getränkerechnung abreist.
    In der Selbstbedienungsbar stehen Kaffeemaschinen, Säfte und auch alkoholische Getränke bereit. Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen, ab Mittag bis halb fünf gibt es verschiedene Snacks und am Abend genießen die Gäste ein Menü mit fünf Gängen.


    Das Theresia erhielt im Jahr 2001 als erstes Hotel im Salzburger Land die Biozertifizierung. Diese Pionierleistung prägt den Betrieb bis heute. Wer All Inclusive hört, könnte glauben, dass bei der Qualität gespart wird. Im Familien- und Gartenhotel Theresia ist das Gegenteil der Fall. Auf den Tisch kommt nur, was die Familie auch selbst essen würde. Bio und Regionalität sind selbstverständlich und die Qualität steht immer an erster Stelle.

    23.000 m² Berggarten

    Im 23.000 Quadratmeter großen Berggarten pulsiert das Leben. Kinder grillen Würstl am Lagerfeuer, spielen auf den verschiedensten Ebenen des Berggartens und stürzen sich ins Abenteuer. Viele Programmpunkte des Kinder- und Jugendangebots sind die gleichen, die Anna schon als Kind liebte – und sie sind noch immer der Renner. Planschen mit Schwimmnudeln im Pool geht natürlich immer. Der Naturteich glitzert in der Sonne und auf dem Bergspielplatz herrscht Hochbetrieb.

    Berggarten

    Klingt nach Trubel? Ist es auch. Doch genau das macht den Charme aus. Wer Ruhe sucht, findet sie trotzdem. Auf den oberen Ebenen des Gartens laden Liegen mit Panoramablick auf die Berge zum Abschalten ein. Annas persönlicher Lieblingsplatz. Dort tankt sie Kraft, während unten die Kinder spielen. Hier ist es ruhig und die Zeit scheint für einen Moment stillzustehen.

    Das Besondere am Theresia ist die Authentizität. Probleme werden nicht vertagt, sondern sofort angesprochen. Die Familie ist präsent und greifbar. Vielleicht ist es genau diese Echtheit, die Gäste spüren. Hier ist nichts aufgesetzt, sondern gelebtes Miteinander. Das Ergebnis ist ein Hotel, das gleichzeitig lebendig und entspannt ist. Ein Haus, das mit jeder Generation neue Geschichten schreibt.

  • 20 Jahre Bio, 10 Jahre 100 %

    20 Jahre Bio, 10 Jahre 100 %

    Das Biohotel Rupertus in Leogang feiert ein doppeltes Jubiläum

    Es sind drei Worte, die Nadja Blumenkamp sofort einfallen, wenn sie ihr Hotel beschreibt: Ankommen, unkompliziert und menschlich. Und wer das Biohotel Rupertus in Leogang betritt, spürt genau das. Hier wird Gastfreundschaft nicht inszeniert – sie ist Teil der DNA des Biohotels.

    Seit 1977 ist das Rupertus ein Familienhotel. Gegründet wurde es von Sophie und Gottfried Herzog, heute wird es von Tochter Nadja Blumenkamp gemeinsam mit ihrem Mann Olaf geführt. Olaf kam ursprünglich aus dem Maschinenbau und hatte mit Tourismus zunächst nichts zu tun. Als Quereinsteiger bringt er heute eine wertvolle neue Perspektive in den Betrieb ein. Gleichzeitig sind auch Nadjas Eltern noch immer täglich im Haus aktiv.

    „Wir sind vier starke Charaktere, aber wir ergänzen uns perfekt“

    Genau diese Mischung aus Erfahrung, Offenheit und gegenseitiger Freiheit prägt die Zusammenarbeit im Rupertus und macht den besonderen Charakter der Gastgeber und des Hauses spürbar.

    Für Nadja selbst war der Weg in den Tourismus fast selbstverständlich. Nach der Tourismusschule entschied sie sich für das Studium am Management Center Innsbruck und gehörte dort zum allerersten Jahrgang im Fach Tourismusmanagement. Als die Familie schließlich die Möglichkeit hatte, ein angrenzendes Grundstück zu erwerben, stand für sie die Entscheidung fest: Sie kehrt zurück nach Leogang und steigt mit voller Energie in das Hotel und in ihre Rolle als Gastgeberin ein.

    Schon früh legten die Eltern den Fokus auf Nachhaltigkeit.
    Vor 25 Jahren erhielt das Rupertus die erste Bio-Zertifizierung, seit 10 Jahren wird konsequent 100 % Bio gelebt.

    „Das verändert einen selbst und prägt, wie man Gastgeberin ist“

    Vor einigen Jahren traf sich Nadja mit ihren ehemaligen WG-Freundinnen aus der Studienzeit. Bei diesem Wiedersehen erzählten sie lachend, dass Nadja schon damals bei gemeinsamen Kochabenden immer Bio-Lebensmittel mitgebracht hatte.

    „Echt? Das ist mir gar nicht bewusst gewesen“

    In diesem Moment wurde ihr klar, wie lange Bio schon Teil ihres Lebens war. Es war nie eine geplante Vermarktungsstrategie, sondern eine Haltung, die sie von Anfang an ganz selbstverständlich gelebt hat.

    Gäste schätzen heute besonders das vegane Menü, die klare Saisonalität und die Konsequenz, mit der im Rupertus Entscheidungen getroffen werden. Auf den Tisch kommt ausschließlich, was zur Jahreszeit passt und in Bio-Qualität verfügbar ist. Die Küche arbeitet eng mit lokalen Lieferanten zusammen und die meisten Lebensmittel stammen direkt aus der Umgebung.

    Was für Gäste oft romantisch klingt, ein Urlaubsort, in dem ausschließlich regionale Bio-Produkte serviert werden ist in der Praxis jedoch mit vielen Herausforderungen verbunden.

    „Es gibt Dinge nur zu bestimmten Zeiten. Bio-Weintrauben zum Beispiel verschwinden manchmal wochenlang vom Markt“

    Trotzdem bleibt die Linie im Rupertus unverrückbar. Lieber wird kreativ gekocht und Neues ausprobiert, als Abstriche bei der Philosophie zu machen. Für Nadja gehört genau das zur Ehrlichkeit eines Biohotels: konsequent bleiben, auch wenn es schwieriger ist.

    Im Rupertus wird nichts dem Zufall überlassen. Jede bauliche Entscheidung wird sorgfältig überlegt, vom großen Umbau bis hin zum kleinsten Detail. Interior Design ist die Leidenschaft von Nadja und ihrer Mutter Sophie. Die beiden lieben es Räume mit natürlichen Materialien und hochwertigen Stoffen zu gestalten. Nadja’s Vater widmet sich mit besonderer Begeisterung der Baubiologie. Er achtet auf das Raumklima, gesunde Luft und ökologische Bau- und Dämmstoffe.

    Poolansicht Rupertus

    Selbst beim Außenbereich wird nichts dem Zufall überlassen: Als neue Sonnenliegen angeschafft wurden, war es ein regelrechter Kraftakt, Modelle zu finden, die wirklich ohne Bauteile aus China auskommen.

    Besonders beeindruckt ist Nadja von jungen Gästen, die mit dem Zug anreisen. Diese besitzen oft gar kein eigenes Auto, reisen mit leichtem Gepäck an und sind konsequent in ihren Handeln. Sie leben, was sie denken.

    „Das sind Gäste, die genau wissen, was sie wollen und was sie nicht wollen.“

    Diversität wird im Rupertus nicht als Schlagwort verstanden, sondern gelebt. Gleichgeschlechtliche Paare fühlen sich hier ebenso willkommen wie Familien mit beeinträchtigten Kindern. „Mensch darf Mensch sein“ – das ist ein Leitsatz, den man im Haus spürt.

    Im Rupertus spürt man die gute Atmosphäre im Haus vom ersten Moment an. Zwei Hotelkatzen gehören zur Familie, die gerne mal um eine Kuscheleinheit bitten. Oder Rituale wie das Räuchern an der Rezeption, die den Eingangsbereich zu einem Ort des Wohlfühlens machen.

    Lieblingsplätze und Zukunftsgedanken

    Ob Sofa im Garten, eingerahmt von einer grünen Hecke, oder die weichen Stoffe in der Lobby: Nadja hat viele Lieblingsplätze im Haus. Jeder Ort erzählt seine eigene kleine Geschichte und trägt dazu bei, dass sich Gäste sofort willkommen fühlen.

    „Es sind Orte, die einfach guttun“

    Wenn sie an die Zukunft denkt, schaut Nadja über den eigenen Betrieb hinaus. Ihr Wunsch ist es, dass die nächste Generation den Spagat zwischen Arbeit und Freizeit schafft und dass die Werte, die im Rupertus selbstverständlich gelebt werden, auch in Zukunft weitergetragen werden. Bio und Nachhaltigkeit sind für sie keine kurzfristige Mode, sondern die Grundlage für ein gutes Leben.

    So ist das Rupertus weit mehr als ein Hotel. Es ist ein Ort, an dem Familiengeschichte, Offenheit und Vision ineinandergreifen. Ein Haus, das zeigt, wie viel Kraft in einem Familienbetrieb steckt, wenn Tradition und Innovation miteinander verbunden werden.

    Ankommen. Unkompliziert. Menschlich.

  • Kraftplatz aus Holz

    Kraftplatz aus Holz

    Die Forsthofalm in Leogang

    Wenn man in Leogang aus dem Tal hinauf zur Forsthofalm fährt, wird einem schnell klar: Hier oben tickt das Leben anders. Freier, langsamer, achtsamer, leichter. 1.050 Meter über dem Alltag, mitten in der Leoganger Bergwelt, liegt ein Hotel, das vieles verbindet und dabei ganz bei sich bleibt.

    Die Forsthofalm ist kein austauschbares Designhotel, sondern ein Naturhotel mit Charakter, Haltung und Geschichte. Gebaut aus leimfreiem Thoma Holz, gestaltet mit Naturmaterialien, geprägt von der Leidenschaft einer Familie, die Nachhaltigkeit nicht als Trend, sondern als Selbstverständlichkeit lebt.

    Ich treffe Claudia Widauer, stellvertretende Obfrau vom BioParadies SalzburgerLand, die gemeinsam mit ihrem Bruder Markus das Hotel in zweiter Generation führt.

    „Ich bin hier aufgewachsen.“

    Was heute als modernes Bio-Hotel gilt, begann ganz bodenständig: mit einer einfachen Jagdstube, 1972 von Franz und Kathi Widauer erbaut. 40 Sitzplätze, Holzofen, Hausmannskost – ein Ort für Skifahrer:innen, Wanderer und Naturverliebte.

    „Die Stube war immer voll, es wurde Karten gespielt, Musik gemacht, gelacht und ‚Schweinshaxn‘ serviert.“

    1982 folgten erste Gästezimmer, später weitere Ausbauten. Immer mit Weitblick, immer mit dem Anspruch auf Qualität. Der Gedanke auf Vier-Sterne-Niveau zu bauen, war schon damals präsent. Die Seniors packten selbst mit an, damals ohne Baufirma, dafür mit viel Hausverstand und Herz.

    Schaut man heute auf die Forsthofalm, lässt sich der Ursprung nicht übersehen: In der Mitte des durchdacht geplanten Holzensembles steht das alte Wohnhaus der Familie – samt Jagdstube, die noch immer das Herz des Hauses ist. Acht Jahre stiegen die Gäste noch mit Tourenski oder zu Fuß zum Berggasthof auf. Heute schlängelt sich eine kurvige Straße hinauf, doch die Alleinlage inmitten der Natur ist geblieben. Sowie Kathi und Franz Widauer, die noch immer den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

    Claudia erinnert sich gern an ihre Kindheit. An das Spielen im Wald. An das Aufwachsen zwischen Bergen, Gästen und Küchenbetrieb.

    „Diese Naturverbundenheit spürt man einfach, wenn man hier lebt. Sie prägt alles, was wir tun.“

    2008 übernahmen Markus und Claudia die Führung und setzten ein Statement: Der neue Ostflügel wurde in Thoma-Holzbauweise errichtet. Das heißt leimfrei und metallfrei – rein aus Holz. Später wurde auch der Altbau abgetragen und in gleicher Weise neu aufgebaut.

    „Wir wollten nicht nur mitten in der Natur wohnen, sondern mit ihr bauen.“

    Heute besteht das Hotel zu 100 % aus Naturmaterialien. Alles ist spürbar anders: der Duft, die Luft, das Schlafgefühl.

    „Unsere Gäste schlafen besser, erholen sich tiefer, atmen freier.“

    Bio in allen Bereichen

    Was für viele ein Trend ist, war für die Widauers immer gelebte Realität. Bio war nie ein Konzept, sondern Haltung.
    Schon in den 1990ern setzte sich Franz Widauer als Funktionär der Wirtschaftskammer für die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus ein – und wurde zum Mitbegründer des Vermarktungsverein Saalachtaler Bauernprodukte , der heute rund 70 Mitglieder zählt.
    Er eröffnete den Saalachtaler Bauernladen, initiierte das Projekt Salzburger Bio-Frühstück Saalachtal. Franz erkannte früh: Wer bio denkt, muss ganzheitlich denken. Aus dieser Überzeugung entstand die Idee zum BioParadies SalzburgerLand, das er gemeinsam mit Weggefährten ins Leben rief. Heute verfolgt er das wachsende Netzwerk mit Freude aus dem Ruhestand.

    Seit 2008 trägt die Forsthofalm das österreichische Umweltsiegel und lebt Nachhaltigkeit in allen Bereichen: geputzt wird mit Essigwasser, gekocht mit Zutaten aus der Region und gesetzt wird auf erneuerbare Energien.

    Auch kulinarisch denkt man weiter: Statt dem klassischem 4-Gang-Menü, oder 6-Gang-Menü gibt es heute ein Sharing-Prinzip. Das Gemüse ist der Star, Fleisch/Fisch/Veganes kommt als Topping. Die drei liebevoll angerichteten Beilagen und das Topping werden in der Tischmitte eingestellt, denn „Sharing is Caring“. Dazu gibt es hervorragende Cocktails und über 300 Positionen aus dem Bio- und Naruralwein Sortiment.

    „Die argentinische Bio-Birne braucht’s bei uns nicht.“

    Öle, Seifen und Aromen von der Hoteldirektorin

    Drei Mal täglich lädt die Forsthofalm zu Yoga, Meditation oder achtsamer Bewegung ein. Manchmal auf der Terrasse, im Yogaraum, oder mitten in der Natur. Am Dach des Hauses, liegt der Sky Spa: mit Panorama-Pool, Sauna, Kräuterdampfbad und Behandlungsräumen, die nach Zirbe und Fichtennadeln duften. Wenn die Sonne scheint, laden die Sonnenliegen zum Füße hochlegen ein.

    Der Großteil der Massageöle, Seifen und Aromen stammen nicht aus dem Regal, sondern entstehen im Haus. Viele Produkte, vom Duschgel bis zur Seife, von den Aromen bis zu den Pflegeölen – tragen Claudias Handschrift. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen als ausgebildete Masseurin und Fitnesstrainerin fließen überall mit ein. Es zeigt, wie sehr sie mit der Natur, dem Haus und ihrer Aufgabe verbunden ist.

    Ein besonderer Ort liegt gleich im Hotelgarten: eine uralte Linde, die beim Umbau beinahe gefällt worden wäre. Doch die Familie entschied anders. Heute ist sie Claudias Lieblingsplatz und geschützter Kraftplatz.

    Wo Natur auf Lebensfreude trifft

    Nachhaltigkeit heißt auf der Forsthofalm nicht „weniger“, sondern bewusster: mehr Leben, mehr Natur, mehr Freude. Die Leichtigkeit gehört dazu. Und so wird auch gefeiert – mal ausgelassen bei der legendären White Night mit DJ Marc Kukka, mal gemütlich am Lagerfeuer mit Marshmallows und Blick in den Sternenhimmel.

    Das Wochenprogramm bringt Abwechslung und Begegnung: von Weinverkostungen, Biketouren und Golfausflügen bis zu Klangreisen, Kräuterworkshops oder Yoga-Sessions. Der hauseigene Radverleih, der Bikepark Leogang vor der Tür und die Alleinlage mitten im Aktivgebiet machen den Einstieg ins Draußensein leicht.

    Yin und Yang – zwischen Rückzug und Bewegung, Stille und Beat. Genau das macht diesen Ort so lebendig.

    Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Jede Jahreszeit hat hier ihren eigenen Zauber. Wenn oben am Dach der Pool dampft, während draußen der Schnee glitzert. Wenn sich im Frühling die ersten Blumen zeigen. Wenn der Sommer ruft und die Biker vor der Terrasse vorbei zischen, oder wenn im Herbst die Linde golden leuchtet.

    Ganzjährig geöffnet und immer im Wandel mit der Natur.
    Genau das macht die Forsthofalm so besonders.

    Claudias Wunsch für die Zukunft? Dass das Lebenswerk ihrer Eltern weitergeht, vielleicht mit der nächsten Generation. Und bis dahin: Freude und Harmonie bei der Arbeit, gute Energie im Haus und die Verantwortung, das Lebenswerk von Kathi und Franz weiter durch echte Gastfreundschaft erstrahlen zu lassen.

  • Bäume pflanzen, Haltung zeigen

    Bäume pflanzen, Haltung zeigen

    Hotels for Future

    Georg Maier, Gastgeber im Grünen Hotel zur Post, ist keiner, der Dinge nur denkt. Er macht sie einfach. So war es auch mit „Hotels for Future“. Entstanden aus der Inspiration der Fridays-for-Future-Bewegung – und dem schmunzelnden Gedanken: „Wenn’s sogar Omas for Future gibt, warum nicht Hotels?“

    Was dann folgte, war kein Marketingplan, sondern Herzenssache. Anfangs pflanzte Georg mit seinem Team und seiner Familie fünf Bäume – dort, wo zuvor Asphalt war. Heute sind es über 2200 Bäume. Und bislang ist das Grüne Hotel zur Post das einzige Hotel, das bei Hotels for Future offiziell mitmacht. Aber für Georg zählt nicht die Zahl, sondern das Tun. „Wenn jedes Hotel 2000 Bäume pflanzt, wird’s irgendwann groß. Aber einer muss anfangen.“

    Kein Greenwashing, sondern echter Boden unter den Füßen

    Hotels for Future ist bewusst einfach gehalten: Es gibt keine komplizierten Regeln, keine Pflichtpunkte, keine Hochglanz-Rechnungen zum CO₂-Ausgleich. Denn für Georg zählt, was greifbar ist. „Ich will nicht irgendein Kompensationsding machen, wo keiner weiß, ob der Baum jemals gesetzt wurde.“

    Bei ihm werden die Bäume dort gepflanzt, wo Stürme gewütet haben oder Aufforstung erwünscht ist – in Zusammenarbeit mit lokalen Förstern, Bauern oder Initiativen. Ob am Campingplatzwald in Maxglan, in Golling, im Waldviertel oder im Pongau: Georg ist meist selbst mit der Schaufel dabei. Auch in Kenia war er gemeinsam mit seiner Familie unterwegs, um ein Aufforstungsprojekt mit den Ost-West-Doctors zu unterstützen.

    Ein Bäumchen kostet dabei oft nur 70 Cent bis 2 Euro – je nach Sorte und Region. Wichtig ist Georg: Es wird nicht einfach drauflosgepflanzt. „Es darf nicht immer die gleiche Baumart sein. Aber dafür hab ich gute Leute an meiner Seite.“

    Eine Bewegung, die verbindet

    Der Geist hinter Hotels for Future ist klar: Jeder Betrieb, der ehrlich nachhaltiger werden will, kann mitmachen. Ob mit einem Baum oder 1000. Ob mit Gästen, die mithelfen, oder ganz im Stillen. Das Ziel ist nicht PR, sondern Bewusstsein. Trotzdem gilt für Georg:

    „Mache Gutes – und sprich darüber.“

    Denn nur wer sichtbar ist, inspiriert andere.

    Die Website wurde gemeinsam mit einem Schulfreund seines Sohnes gebaut – kostengünstig, ehrlich, funktional. Seine Kinder helfen beim Pflanzen, sein Sohn fotografiert fürs Projekt. Eine echte Familienbewegung, ganz ohne Show.

    Klimaticket, Fahrrad und Haltung

    Nachhaltigkeit endet bei Georg nicht im Hotelgarten. Die ganze Familie besitzt das Klimaticket – öffentliche Mobilität gehört für sie selbstverständlich zum Alltag. Georg selbst ist begeisterter Radfahrer. „Man muss’s ja nicht komplizierter machen als es ist“, meint er trocken. Genau dieses gelebte Vorbild macht sein Projekt glaubwürdig – und so wertvoll.

    Mit gutem Beispiel voran

    Hotels for Future steht noch am Anfang. Aber es ist eine Einladung – an Betriebe, die mehr wollen als Imagepflege. Die Verantwortung übernehmen wollen, für ihre Gäste, für die Umwelt, für kommende Generationen.

    Und wer wissen will, wie gut man Nachhaltigkeit wirklich leben kann, sollte unbedingt einen Blick auf den Beitrag über das Grüne Hotel zur Post werfen. Denn dort zeigt sich, was möglich ist, wenn Vision und Alltag zusammenspielen.

  • Bio ohne Blabla

    Bio ohne Blabla

    Zu Besuch bei Georg Maier im Grünen Hotel zur Post in Salzburg

    Wenn Georg Maier über sein Hotel spricht, redet er nicht in Werbephrasen. Sondern in Gedanken, die hängen bleiben.

    „Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz. Es ist die Basis von allem.“

    Man glaubt ihm das sofort – spätestens wenn man durch die ruhigen Innenhöfe und grünen Ecken des Hauses geht, das seit 1949 im Familienbesitz ist. Ein Ort, der mit der Zeit gewachsen ist – und der, wie die Pflanzen an seiner Fassade, weiterwächst.

    Georg Maier ist ein Idealist. Aber einer, der nicht redet, sondern macht. Der aus einem Stadthotel eine grüne Oase gemacht hat – in einem Viertel mit Geschichte, mitten in Salzburg. Und der dabei weder laut noch leise ist.

    Georgs Großeltern kauften das Haus nach dem Krieg, führten es als Gasthaus. Später wurde es zur Pension, in der Georg selbst als Teenager mithalf.

    „Es war irgendwie klar, dass ich’s einmal übernehme, damals hat man nicht groß überlegt, ob das passt oder nicht. Man hat’s einfach gemacht.“

    1994 kam er mit seiner Frau zurück nach Salzburg, seitdem führen sie das Grüne Hotel zur Post. Mit grüner Haltung und mit Herz.

    Georg erzählt offen, dass ihn das Thema Umweltschutz, einmal gefunden, nie mehr losgelassen hat. Weder privat noch beruflich. Schon in den 80ern wurde die erste Solaranlage am Wohnhaus der Familie installiert, 1998 folgte die nächste am Hoteldach. Und 2015 war dann der Startschuss für eine neue Phase: das Österreichische Umweltzeichen.

    „Da war plötzlich jeder Bereich Thema. Von der Wäscherei bis zur Rezeption.“

    Heute wird die Energie über eine große Pelletsheizung gewonnen, die ehemaligen Gas- und Ölheizungen sind Geschichte. Alle sechs Gebäude des Hotels wurden auf diese zentrale Lösung umgestellt.

    „Das war viel Aufwand, alles aufreißen, neu verlegen – aber es hat sich ausgezahlt. Ich bin heute noch stolz drauf.“

    Dass so ein Wandel schwer sein müsse, weist Georg übrigens freundlich zurück:

    „Eine Herausforderung ist nur dann eine, wenn sie schwierig ist – für uns war’s eigentlich ganz leicht.“

    Energie aus der Region – für eine enkeltaugliche Zukunft

    Auch der Strom kommt längst nicht mehr von irgendwo. Eine 30-kWp-Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt zwei der Häuser, ein Batteriespeicher puffert die Energie.

    „Wenn wir mehr produzieren, hänge ich einfach das E-Auto an.“

    Noch dazu bezieht das Hotel Ökostrom direkt vom Kraftwerk Sinnhub – einem Leuchtturmprojekt aus der Region, das auf Initiative der Salzburger Ökostrombörse ermöglicht wurde. Nachhaltiger geht’s kaum.

    Bienen, Pflanzen, Wildwuchs – gelebte Naturverbundenheit

    Das alles passiert nicht aus Marketinggründen. Sondern weil es sich richtig anfühlt. Weil es Sinn macht. Neben den großen Maßnahmen zählen auch die kleinen: Drei eigene Bienenstöcke brummen auf dem Grundstück – obwohl Georg eine Bienenallergie hat. Nicht wegen des Honigs, sondern damit die fleißigen Bienchen die Blumen rundherum bestäuben.

    An der Fassade wächst eine sieben Meter hohe Pflanzenkonstruktion empor, mitten im Stadtgebiet. Und der Garten? Der darf wild wachsen. Ohne Rasenkante, ohne Zwang – dafür mit viel Lebensraum, für reine Luft und blühende Pflanzen.

    „Eat the Rainbow“ leicht gemacht

    Und dann ist da noch das Frühstück. Eines, das nicht nur satt macht, sondern glücklich. Das Buffet ist eine liebevolle Einladung: 100 % bio, vieles selbstgemacht, regional, vielfältig. Veganer:innen, Vegetarier:innen oder Flexitarier:innen – hier füllt sich jeder Teller bunt.

    Nach dem Frühstück, wenn die Gäste langsam in den Tag starten, trifft sich das Team noch einmal im Frühstücksraum. Gemeinsames Kaffeetrinken gehört dazu. Keine Pflicht, sondern ein Ritual. Man begegnet sich hier auf Augenhöhe – mit einem offenen Ohr & einer Prise Humor.

    Und weil Verantwortung hier nicht beim Energieverbrauch endet, geht das Hotel noch einen Schritt weiter: Es trägt das ECOnGOOD – ein Label für Betriebe, die fair wirtschaften, soziale Werte leben und ökologische Ziele messbar machen. Kein Marketing-Gag, sondern gelebte Überzeugung. Genau das spürt man – vom Teamfrühstück bis zum Bienenstock.

    Ein Ort mit Seele – mitten in der Stadt

    Das Grüne Hotel zur Post ist kein Bio-Bauernhof. Und will auch keiner sein. Es ist ein charmantes Stadthotel mit Haltung. Nur wenige Gehminuten vom Zentrum Salzburgs entfernt, aber mit grüner Seele. Ein Ort, an dem sich Geschäftsreisende, Familien, Städteurlauber:innen und Radfahrer:innen begegnen.

    Hier wird es dem Gast leicht gemacht, Teil dieser Haltung zu sein. Ob mit dem Live-Busfahrplan an der Rezeption, der bei der nächsten klimafreundlichen Unternehmung hilft, oder mit den stylischen Leihfahrrädern, die direkt vor der Tür bereitstehen. Alles ist durchdacht – aber nichts ist kompliziert. Einfach ankommen, durchatmen, genießen.

  • Selbstgepflanzt, Selbstgemacht & VOI.bio

    Selbstgepflanzt, Selbstgemacht & VOI.bio

    VOI.bio ist kein Ort, den man einfach betritt – es ist ein Ort, den man erlebt. Zwischen moderner Architektur und lebendiger Kunst findet sich hier ein Restaurant, das mehr ist als bloß ein schöner Platz zum Essen. In raffiniert gestalteten Vitrinen liegen handverlesene Weine neben liebevoll eingelegten Raritäten im Weckglas. In der Ecke der Terrasse sprießen Setzlinge und essbare Blüten. Auf dem Dach: ein Garten, wild und geordnet zugleich. Alles deutet darauf hin – hier wird mit Leidenschaft, Neugier und viel Liebe zur Region gearbeitet.

    Was im VOI.bio passiert, geht weit über ein Newcomer-Restaurant hinaus. Hier wird mit Kopf, Herz und Herkunft gekocht – inspiriert von der Natur, geprägt von bäuerlichen Wurzeln und mit einer ganz eigenen Herangehensweise an Genuss und Nachhaltigkeit.

    Besuch bei Küchenchef Erhard Schober in Puch Urstein

    Erhard Schober öffnet mir die schwere Tür zum Kühlhaus – und plötzlich stehe ich vor einer Schatzkammer aus Weckgläsern, Essigmüttern (noch vom Großvater) und eingelegtem, handverlesenem Bio-Gemüse.

    Wer mit Erhard spricht, spürt schnell: Da ist jemand, der Bio nicht als Trend, sondern als Haltung versteht.

    „Ich muss in Italien keine Schnitzel essen und bei uns keine Meeresfrüchte aus Portugal servieren.“

    Stattdessen schwört er auf Pilze von den Flachgauer Bio-Pilzen, saisonales Gemüse, das er selbst einkocht und fermentiert, sowie Wildkräuter, die er in der Umgebung selbst pflückt – darunter japanischer Knöterich. Alles davon landet auf dem Teller, ist schön fürs Auge und entfaltet pure Freude am Gaumen.

    „Exquisite Küche muss nicht weit gereist sein. Die Produkte, die wir hier haben, sind das Besondere.“

    Gastgeber mit Bodenhaftung

    „Ich bin am Bauernhof meiner Großeltern aufgewachsen. Meine Mutter ist eine richtige Kräuterhexe – von ihr habe ich früh gelernt, wie man mit Pflanzen umgeht und sie wertschätzt.“

    Obwohl Erhard am liebsten am Herd steht, ist er auch oft direkt am Gast.

    „Ich möchte erklären, mitnehmen, Haltung zeigen, aber nicht belehren.“

    Diese Haltung spürt man. Man fühlt sich sofort wohl – nicht nur wegen des Essens, sondern wegen der Atmosphäre, die von innen heraus entsteht.

    Hier bekommt man kein überstyltes Tellergericht mit Showeffekt, sondern ehrliche, aromatisch dichte Küche mit Tiefe. Mit Know-how, Respekt vor dem Produkt und immer wieder einer Spur Überraschung. Mal fermentiert, mal eingelegt, mal auf offenem Feuer gegrillt.

    „Man muss bei uns nicht im Anzug erscheinen – und auf gut Deutsch gesagt: auch nicht mit einem Stock im Arsch. Es soll sich anfühlen wie im Wohnzimmer. Das ist die Idee.“

    Jeder darf sich einbringen

    Das VOI.bio-Team ist jung, international und offen. Und es wird ermutigt, mitzugestalten.

    „Bei uns kann sich jeder verwirklichen. Das ist selten geworden in der Branche.“

    Erhard weiß, wie wichtig das ist, um echte Begeisterung zu erzeugen. Und die merkt man nicht nur in der Küche, sondern auch im Garten am Dach: Hier wachsen Ideen, Setzlinge und Zukunftsgeschichten. Alles in Bio, alles mit Liebe gepflegt.

    Hinter dem Konzept von VOI.bio steht Andreas Birngruber – Visionär, Gastronom und leidenschaftlicher Bio-Botschafter. Er hat mit VOI.bio einen Ort geschaffen, an dem kulinarische Exzellenz und Nachhaltigkeit kein Widerspruch, sondern gelebte Selbstverständlichkeit sind. Seine langjährige Erfahrung in der Gastronomie, u. a. mit Chef Partie, spiegelt sich in jedem Detail des Hauses wider. Mit diesem Projekt verbindet er höchste Bio-Standards, moderne Architektur und eine offene Gastgeberkultur zu einem der spannendsten Genussorte im SalzburgerLand.

    Bio-Kulinarik – von Frühstück bis Fine Dining

    „Ich rechne im Sommer schon 20 Kilo Eierschwammerl ein, die ich einlegen kann – so kommt auch im Herbst noch Regionales auf den Teller. Und im Winter? Dann gibt’s eben ein Erdbeer- oder Himbeerkompott. Das ist auch sehr lecker – und das müssen die Leute einfach wieder lernen zu schätzen.“

    VOI.bio lädt zu jeder Tageszeit zum Genießen ein: Wer mag, startet hier mit einem besonderen Frühstück in den Tag – das Buffet ist bewusst klein gehalten, dafür ist jedes einzelne Produkt sorgsam ausgewählt und von hoher Qualität. Am Sonntag wird der Brunch zelebriert: Zusätzlich zum Frühstück gibt es zwei warme Gerichte, die im Sinne des „Sharing is Caring“-Prinzips direkt auf den Tisch gestellt werden.

    Unter der Woche wartet der Business Lunch in Form der beliebten Bento Box: ein Hauptgericht (vegan, vegetarisch oder mit Fleisch), ein Salat mit Wildkräutern und ein feines Dessert. Ich durfte sie selbst probieren – und war begeistert. Zwischendurch könnt ihr euch im Bistro verwöhnen lassen.

    Wer sich nach einem außergewöhnlichen Abend sehnt, sollte sich einen Tisch für das Fine Dining sichern – jeweils donnerstags und freitags, ausschließlich mit Reservierung.

    Am Ende meines Besuchs weiß ich: Das hier ist mehr als Essen.
    Das ist ein Statement.
    Für Geschmack, für Verantwortung, für eine enkeltaugliche Küche.

  • Slow Travel im Salzburger Land

    Slow Travel im Salzburger Land

    Warum weniger mehr ist

    Stell dir vor, du wachst in einem gemütlichen Bett auf einem Bio-Bauernhof auf. Draußen zwitschern die Vögel, die Morgensonne taucht die Almwiesen in ein goldenes Licht, und der Duft von frischem Brot zieht durchs Haus. Kein hektisches Kofferpacken, keine übervollen Sightseeing-Spots – nur du, die Natur und der Moment. Willkommen in der Welt des Slow Travel, der vielleicht schönsten Art, das Salzburger Land zu entdecken.

    Was Slow Travel bedeutet (und was nicht)

    Slow Travel heißt nicht, dass du mit der Geschwindigkeit einer Schnecke durch die Berge wanderst oder extra lange an der Bushaltestelle wartest, um „die Erfahrung zu spüren“. Es geht darum, bewusster zu reisen. Nicht in Rekordzeit alle Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern mit offenen Augen und entspanntem Tempo eine Region wirklich kennenzulernen.

    Gerade das BioParadies Salzburger Land ist perfekt für diese Art des Reisens. Statt sich von Termin zu Termin zu hetzen, kann man hier das echte Landleben spüren: barfuß durch taufrisches Gras gehen, dem Plätschern eines Wildbachs lauschen oder einfach mal auf einer Holzbank sitzen und in die Ferne schauen.

    Salzburger Land & Slow Travel – Ein perfektes Match

    Warum funktioniert Slow Traveling im BioParadies so gut? Weil hier alles schon ein bisschen entschleunigt ist. Die Kühe auf der Weide nehmen sich Zeit für ihr Gras, das Brot im Holzofen darf in Ruhe gehen, und auch Gäste spüren schnell: Eile war gestern, heute zählt der Moment.

    Übernachten mit Herz und Seele – Statt anonymer Hotels erwarten dich kleine, charmante Unterkünfte: Bio-Bauernhöfe, gemütliche Almchalets oder nachhaltig geführte Pensionen, wo der Gastgeber dich mit einem Lächeln und einer Tasse frisch gebrühtem Kräutertee begrüßt.

    Kulinarik zum Verweilen – Kein „To-Go“-Schnellimbiss, sondern Essen, das nach Heimat schmeckt. Bio-Bauernhöfe bieten hofeigene Produkte an, von hausgemachten Marmeladen bis hin zu würzigem Käse aus Rohmilch. Wer Slow Travel ernst nimmt, setzt sich mit Genuss an einen langen Holztisch und kostet sich durch die Region – am besten mit einem Glas frisch gepresstem Apfelsaft von der Streuobstwiese.

    Natur als Abenteuer (ohne Eile) – Wandern ohne Ziel, nur der Nase nach. Statt Gipfelrekorden geht es ums Staunen: über eine blühende Almwiese, das klare Wasser eines Bergsees oder die Stille eines Waldes. Wer es aktiver mag, kann mit dem Fahrrad von Hof zu Hof fahren, die Bauernmärkte besuchen oder sich einer geführten Kräuterwanderung anschließen – dort lernt man übrigens, dass Spitzwegerich nicht nur lustig klingt, sondern auch wunderbar gegen Mückenstiche hilft.

    Lokale Kultur in ihrer schönsten Form – Das Salzburger Land hat mehr zu bieten als Postkartenidylle. In kleinen Dörfern gibt es traditionelle Handwerksbetriebe, urige Bauernmärkte und Feste, die das Leben feiern. Hier geht es nicht um Touristen-Shows, sondern um echtes, gelebtes Brauchtum – vom Almabtrieb bis hin zu stimmungsvollen Musikabenden in der Dorfschenke.

    Einfach ankommen – und bleiben wollen

    Slow Travel im BioParadies Salzburger Land bedeutet, nicht durch eine Region zu reisen, sondern in ihr anzukommen. Es ist das bewusste Innehalten, das Verweilen, das Spüren der kleinen, besonderen Momente. Vielleicht ist es der Duft von frisch gemähtem Heu, die warme Milch, die du direkt aus der Kanne trinkst, oder das herzliche Gespräch mit einer Bäuerin, die dir erklärt, warum ihre Kühe Namen haben und das Stall-leben nicht mögen.

    Am Ende bleibt vor allem eines: ein Gefühl von tiefer Entspannung und echter Verbindung zur Natur. Und das Schönste? Wer einmal so gereist ist, will nie wieder anders.

  • Mit Herz und Hopfen

    Mit Herz und Hopfen

    Was haben Hopfen, Herzblut und Humus gemeinsam? Sie sind Teil eines besonderen Ortes: dem Stiegl-Gut Wildshut – Österreichs erstem Biergut.
    Hier geht’s nicht nur ums Bierbrauen, sondern ums große Ganze:
    um Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, alte Getreidesorten und die Frage, wie Genuss, Boden und Haltung zusammenhängen.

    Ich war bei der Bier- & Genusswerkstatt dabei – einem 6,5-stündigen Workshop zwischen Praxis, Verkostung und Wissenstransfer – und habe mir Braumeister Sebastian Eßl geschnappt. Was dann folgte: ein ehrliches, leidenschaftliches Gespräch über Fehler, Chancen und die Magie hinter dem Bier.

    Sebastian Eßl über Mut, Kreativität und den Brauprozess

    „Es gibt keine Fehler – es gibt Chancen!“

    Sebastian ist kein Braumeister wie jeder andere. Er ist Tüftler, Philosoph und Frühaufsteher – um 4:00 Uhr morgens startet sein Tag, bevor die Würze ins Spiel kommt. Jeder Schritt wird bewusst gesetzt, jeder Rohstoff mit Respekt behandelt. Fehler? Gibt’s bei ihm nicht. Nur Lernmomente.

    „Manchmal ist ein Superprodukt aus einem Fehler entstanden.“

    Beim Experimentieren mit alten Getreidesorten entstehen Bierstile, die so einzigartig wie unvorhersehbar sind. Ob sie gelingen, zeigt sich oft erst nach Wochen – Geduld und Neugier sind essenziell.

    „Wissen teilen statt nur zuschauen“ – Lernen mit allen Sinnen

    Die Bier- & Genusswerkstatt ist keine Vorführung, sondern ein echtes Mitmach-Format. Hier geht’s um Sensorik, Handwerk, Kulinarik – und darum, Bier neu zu denken.

    „Die Leute kommen, weil sie wirklich was lernen wollen.“

    In 6,5 Stunden taucht man tief in die Welt des Bierbrauens ein – von der Theorie bis zur eigenen Würze. Gearbeitet wird mit alten Bio-Getreidesorten aus eigenem Anbau, gebraut, geschmeckt, geschnuppert und hinterfragt wird jeder einzelne Schritt.

    Es geht um echtes Wissen: Wie wirken Rohstoffe? Was macht Hopfen im Tee? Wie harmoniert ein dunkles Bier mit einem Fleischgericht?

    Im Anschluss gibt’s eine Verkostung der hauseigenen Biere, Bio-Verpflegung im Bio-Restaurant Kråmerladen und wer mag, lässt den Tag im Biergarten oder Gästehaus ausklingen. Das Publikum ist bunt gemischt – und immer wieder entdecken gerade Frauen hier ihren Zugang zum Bier, abseits klassischer Märzen-Klischees.

    Eßl hat dafür auch eine plausible Erklärung:

    „Frauen haben evolutionsbedingt eine stärkere Wahrnehmung für Bitterstoffe – weil Bitteres in der Natur oft giftig war. Viele klassische Biere sind genau das: bitter. Aber unsere Biere sind oft feiner, runder, komplexer.“

    Und so passiert es regelmäßig, dass Teilnehmerinnen überrascht sagen:

    „Das hätte ich nie gedacht – aber das trinke ich gern.“

    Wir denken in Kreisläufen..“

    Für Sebastian Eßl beginnt gutes Bier nicht im Sudhaus, sondern im Boden. Gesunde Böden bringen lebendige Rohstoffe hervor – und daraus entstehen ehrliche, charaktervolle Biere. Dieser Zugang prägt das gesamte Stiegl-Gut Wildshut:

    „Wenn du in Kreisläufen denkst, der Natur und dem Boden was Gutes tust und gesunde Böden förderst, kommst du drauf, dass jedes Abfallprodukt ein neues Produkt ergibt.“

    Wildshut lebt genau dieses Prinzip: Keine Chemie, keine Kompromisse – stattdessen Kreislaufwirtschaft mit alten Getreidesorten, Mangalitza-Schweinen, einer eigenen Mälzerei, Brennerei und einem Gästehaus ohne WLAN – dafür mit Achtsamkeit.

    Gleichzeitig spielt Wissenschaft eine zentrale Rolle: Im Labor wird geforscht, geprüft, verbessert. Gemeinsam mit der Stieglbrauerei entsteht eine wertvolle Synergie zwischen modernem Know-how und handwerklicher Tiefe.

    Dabei war dieser Weg alles andere als selbstverständlich.

    „Im Studium galt: Was du nicht willst ist eine Mälzerei, Bio-Brauerei und sodaalkalisches Wasser“

    Ein Meilenstein: den eigenen Hopfen biologisch anzubauen – und heute 100 % autark in der Rohstoffversorgung zu sein.

    „Wer bleibt, bleibt aus Überzeugung“

    Was in Wildshut entsteht, ist nicht das Werk eines Einzelnen. Es ist das Ergebnis eines kleinen, eingeschworenen Teams, das mitträgt, mitdenkt und mitfühlt. Menschen, die nicht einfach einen Job machen, sondern eine Haltung leben. In der Brauerei, im Bio-Restaurant Kråmerladen, im Gästehaus – überall spürt man den gemeinsamen Spirit.

    „Bei uns in der Gastro wird nicht nur serviert – da wird erklärt, gespürt, weitergegeben.“

    Damit dieser Weg möglich wurde, braucht es nicht nur Leidenschaft, sondern auch Rückhalt – und den hat Sebastian Eßl seit vielen Jahren:
    von der Familie Kiener und der Stieglbrauerei, die Wildshut nicht nur mitgetragen, sondern aktiv mitgestaltet haben.

    Wildshut ist kein Ort für schnelle Antworten. Es ist ein Ort für langsames Fragen, für echte Begegnung – mit dem Produkt, der Natur und sich selbst. Wer hier Bier trinkt, schmeckt nicht nur Hopfen und Malz, sondern eine Haltung, die tiefer geht: achtsam, neugierig, mutig.

    Und vielleicht ist es genau das, was man von Sebastian Eßl und dem Stiegl-Gut Wildshut mitnimmt:


    Dass gutes Bier nicht nur gebraut, sondern gelebt wird.

  • Wie Salzburgs Landwirte den Boden rocken

    Wie Salzburgs Landwirte den Boden rocken

    Stell dir vor, du bist ein Regenwurm in Salzburg. Dein Alltag besteht aus gemütlichem Durch-die-Erde-Wühlen, während über dir die Kühe grasen und ihren wertvollen Mist hinterlassen. Ein wahres Festmahl für dich und deine Kollegen!

    Humus: Das schwarze Gold der Landwirtschaft

    In Salzburg haben viele Landwirte erkannt, dass der wahre Schatz nicht in der Schatzkammer liegt, sondern direkt unter ihren Füßen. Humus, die oberste Schicht des Bodens, ist nicht nur für Regenwürmer ein Paradies, sondern auch für Pflanzen. Er speichert Wasser, liefert Nährstoffe und sorgt dafür, dass unsere Lebensmittel so richtig lecker werden.

    Doch Humus fällt nicht einfach vom Himmel (obwohl das praktisch wäre). Er entsteht durch kluge Landwirtschaftspraktiken, die den Boden lebendig halten. Das nennt sich regenerative Landwirtschaft – ein Ansatz, der darauf abzielt, den Boden zu verbessern, anstatt ihn auszubeuten.

    Salzburg: Ein Paradies für Bio-Pioniere

    Wusstest du, dass im SalzburgerLand über 50 % der Bauernhöfe biologisch bewirtschaftet werden? Damit ist Salzburg Europas Spitzenreiter in Sachen Bio-Landwirtschaft.

    salzburgerland.com

    Ein Beispiel dafür ist der Feli’s Hof in Obertrum am See. Hier setzt man auf bio-intensive Methoden, die den Boden schonen und gleichzeitig reichlich Gemüse hervorbringen. Maschinen? Fehlanzeige! Stattdessen kommen spezielle Handgeräte zum Einsatz, die den Boden nicht unnötig belasten.

    felishof.at

    Carbon Farming: CO₂-Speicherung leicht gemacht

    Ein weiteres Schlagwort in der regenerativen Landwirtschaft ist das Carbon Farming. Dabei geht es darum, CO₂ aus der Atmosphäre im Boden zu speichern – durch Humusaufbau. Die Idee dahinter: Landwirte erhalten Geld dafür, dass sie der Atmosphäre CO₂ entziehen. Eine Win-Win-Situation für Klima und Landwirtschaft!

    bio-austria.at

    Humusaufbau: Mehr als nur ein Trend

    Der gezielte Aufbau von Humus hat zahlreiche Vorteile:

    • Bessere Bodenfruchtbarkeit: Gesunde Böden bringen gesunde Pflanzen hervor.
    • Wasserspeicherung: Humusreiche Böden können mehr Wasser speichern, was in trockenen Sommern Gold wert ist.
    • Klimaschutz: Durch die Speicherung von CO₂ im Boden wird die Atmosphäre entlastet.

    Fazit: Salzburgs Böden haben’s drauf

    Die regenerativen Methoden der Salzburger Bio-Bauern zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft nicht nur möglich, sondern auch unglaublich effektiv ist. Mit Humor und Herz setzen sie sich für den Erhalt und die Verbesserung unserer Böden ein – zum Wohl von Mensch und Natur.