Kategorie: Blog

  • Mehr als Aussicht

    Mehr als Aussicht

    Weitblick in Kaprun

    Wo regionale Küche zu neuen Perspektiven inspiriert.

    Hoch über den Dächern von Kaprun mit freiem Blick auf das Kitzsteinhorn verbindet das Weitblick Genuss, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft auf besondere Weise. Seit vier Jahren wird hier gekocht, was gerade Saison hat. Regional, biologisch und bewusst gesund. Immer mit offenen Blick für Neues und mit tiefen Verständnis für den Kreislauf der Natur.

    Im Restaurant am Dach des Bründl Sports Flagshipstores spürt man, dass hinter jedem Gericht eine klare Haltung steht. Gemüse, Getreide, Fleisch und Fisch stammen fast ausschließlich von zertifizierten Bio Betrieben aus der Region. Rund 98 Prozent der Zutaten sind biologisch, alles andere nur dann nicht, wenn es wirklich keine Alternative gibt.

    Christoph, der Restaurantleiter, war von Anfang an dabei. Nach Jahren in großen Hotels wollte er wieder näher am Gast sein und den direkten Kontakt zu den Produzenten spüren. Heute kennt er die meisten seiner Lieferanten persönlich. Einmal im Jahr lädt er sie zu einem besonderen Abend ein, bei dem zuletzt achtzehn Landwirtinnen und Landwirte gemeinsam an einem Tisch sitzen. Für Christoph ist das einer der schönsten Momente des Jahres, weil er dabei den Menschen begegnet, die dieses Konzept möglich machen.

    Das kulinarische Konzept ist einfach und zugleich anspruchsvoll. Gekocht wird, was gerade wächst und reif ist. Im Winter stehen Rüben und Wurzelgemüse im Mittelpunkt, im Sommer frische Kräuter, Beeren und Salate. Die Karte wechselt regelmäßig und bleibt dennoch ihrer Linie treu. Vollwertig, kreativ und leicht. Auf Industriezucker wird bewusst verzichtet oder reduziert, falls es doch mal süß werden soll wird Rübenzucker aus Österreich verwendet. Auch Fett wird sparsam eingesetzt, ohne dass der Geschmack darunter leidet.

    Gesunde Ernährung bedeutet hier nicht Verzicht, sondern Ausgewogenheit. Alte Getreidesorten und Urkorn finden genauso ihren Platz wie frisches Gemüse vom Nachbarhof. Christoph erzählt, dass es manchmal eine Herausforderung ist, das wechselnde Angebot richtig zu kommunizieren. Doch die Gäste verstehen den Ansatz, sie sind mit dem Konzept gewachsen. Viele schätzen es, dass im Weitblick nichts verschwendet und jedes Produkt mit Respekt behandelt wird.

    Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in der Küche. Das Interieur ist aus natürlichen Materialien gefertigt, das Holz stammt aus Vorarlberg, die Deckenkühlung funktioniert mit Gletscherwasser. Selbst zerbrochene Teller werden nicht weggeworfen, sondern wiederverwendet. Christoph lächelt, wenn er sagt, dass Schönheit manchmal gerade in der Unvollkommenheit liegt.

    Das Weitblick ist nicht nur Restaurant, sondern auch Bühne für Begegnung. Im Sommer finden wöchentliche Grillabende mit Livemusik statt, im Winter sorgt ein Saxophonspieler für stimmungsvolle Abende. Dazu kommen Fine Dining Events, kulinarische Themenabende und Feste, bei denen Produzentinnen, Gäste und das Team zusammenkommen.

    Etwa siebzig Prozent der Gäste kommen aus dem Tourismus. Viele davon sind Stammgäste, die die entspannte Atmosphäre und die ehrliche Küche zu schätzen wissen. Das Team besteht aus vierzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in einem Ganzjahresbetrieb arbeiten. Sie sind jung, engagiert und teilen die gleiche Überzeugung. Christoph betont, dass die gute Stimmung und der Zusammenhalt entscheidend sind, damit das Konzept funktioniert.

    Von früh bis spät ist das Weitblick geöffnet. Frühstück, Mittag, Abendessen, dazu feine Getränke und kleine Pausen mit Aussicht. Wer hier oben sitzt, spürt die Ruhe und das Bewusstsein, dass gutes Essen auch Verantwortung bedeutet.

  • Umdenken statt Stehenbleiben

    Umdenken statt Stehenbleiben

    Auf der bijoFARM in Fusch an der Glocknerstraße zeigt Familie Schattbacher, dass moderne Landwirtschaft, Kreativität und Lebensfreude wunderbar zusammenpassen.

    Man könnte meinen, Landwirtinnen und Landwirte im SalzburgerLand seien altmodisch, skeptisch gegenüber Veränderung und dem Neuen eher abgeneigt. Wer das denkt, sollte dringend einmal bei Birgit und Josef Schattbacher in Fusch an der Glocknerstraße vorbeischauen. Die beiden beweisen, dass ein Bauernhof viel mehr sein kann als Kühe, Stall und Wiesen. Er ist ein Ort voller Ideen, Tatendrang und Herzlichkeit.

    Die bijoFARM liegt auf einer sonnigen Anhöhe, umgeben von Weiden, Wald und dem Blick auf die mächtigen Berge, hinter denen sich Österreichs höchster Gipfel verbirgt. Schon beim Ankommen spürt man, dass hier ein anderer Wind weht. Birgit liebt Blumen, das Backen und das kreative Chaos, das beides mit sich bringt. Ihre Torten sind legendär, ihre Dahlien strahlen in allen Farben. Weil sie gerne teilt, lädt sie regelmäßig zu Workshops, Brunches und Blumenveranstaltungen ein. Es duftet nach Kuchen, Kaffee und frischen Blüten, während ringsum das Leben pulsiert.

    Josef ist der Ruhepol am Hof. Er kümmert sich um die Tiere, um die seltenen Cebu-Rinder, die Hühner, Pferde und die rund zwanzig Hektar Wiesen und Hutweiden, von denen über achtzig Prozent im Naturschutzgebiet liegen. Bio ist für beide selbstverständlich. Nicht als Trend, sondern als Haltung. Wenn Josef nicht gerade Heu wendet oder Zäune repariert, steht er vielleicht auf Skiern. Als Trainer arbeitet er mit jungen Skitalenten und bringt ihnen bei, was seine Familie längst lebt: Leidenschaft, Disziplin und Freude an der Bewegung.

    Auch die Kinder gehen ihren eigenen Weg. Marielle arbeitet als Masseurin und lebt ihre Berufung direkt am Hof. Valentina hat sich mit ihren handgehäkelten Taschen in Wien selbstständig gemacht. Josefina war Profi-Skirennläuferin, packt auch zu Hause an, wann immer eine helfende Hand gebraucht wird. Und Livio, der Jüngste, ist überall dort zu finden, wo etwas los ist oder wo es etwas zu essen gibt.

    Birgit Schattbacher war nie jemand, der stillsteht. Schon am Hof führte sie ihr erstes Rosencafé, in dem sie ihre Liebe zum Backen und ihre Leidenschaft für Schönes miteinander verband. Wer einmal dort war, erinnert sich an den Duft frischer Torten, an Blumen auf den Tischen und an dieses Gefühl, willkommen zu sein. Später zog es sie in die Stadt. Unter dem Hotel Stein in Salzburg eröffnete sie ihr zweites Rosencafé und bewies, dass man Herz, Handwerk und Unternehmergeist auch mitten in der Stadt spüren kann.

    Dann kam das Jahr 2022, in dem das Bauernhaus am Hof Feuer fing und neu aufgebaut werden musste. Eine herausfordernde Zeit, die die Familie noch enger zusammenschweißte und Birgits Schaffenskraft nicht im Geringsten bremste. Im Gegenteil: Sie fand neue Wege, um Menschen Freude zu bereiten.

    Das Leben steht selten still. Veränderungen klopfen regelmäßig an die Tür und wenn man sich ihnen nicht verschließt, sondern sie mit einem Lächeln willkommen heißt, entsteht Wundervolles. Heute zeigt sich die bijoFARM in ihrer ganzen Vielfalt.

    Das Familienhaus mit dem Anbau, den beiden Ferienwohnungen und den liebevoll eingerichtete Rosenwagen, der als Tiny House für Gäste bereitsteht bilden das lebendige Herzstück des Hofes. Hier wird gebacken, gelacht, geplant und gearbeitet. Rundherum öffnen sich kleine Welten, die jede für sich eine andere Stimmung tragen. Im Garten duftet es nach Kräutern und Blumen, am Badeteich unterhalb spiegelt sich das Bergpanorama im Wasser und überall spürt man diese besondere Ruhe, die nur entsteht, wenn Menschen lieben, was sie tun.

    Orte und Momente, die sich abwechseln zwischen lebendiger Energie und stiller Entschleunigung.
    Wenn gerade keine Veranstaltung geplant ist, sitzen alle zusammen, plaudern und schmieden neue Ideen. Meist dauert es nicht lange, bis die nächste geboren ist. Ob Brunch, Blumenworkshop, Häckelretreat, oder ein Nachmittag voller Kreativität.

    Eine dieser Veranstaltungen durfte ich selbst erleben. Crochet and Brunch nennt sich das Format, das Tochter Valentina entwickelt hat. Eine Verbindung aus Häkeln, Genießen und Zusammensein.

    Ich durfte dabei sein und kann nur sagen: schöner wird es nicht. Während Birgit den Brunch auftischt, mit hausgemachten Aufstrichen, Mini-Gugelhupf und frischen Kräutern aus dem Garten, sorgt Josef dafür, dass alles da ist. Wenn etwas fehlt, springt er kurz ins Auto und bringt Nachschub vom oberen Hof. Valentina erklärt den Gästen Schritt für Schritt, wie aus einer einfachen Masche eine Tasche wird, verteilt liebevoll verpackte Startersets und motiviert mit Geduld. Marielle massiert zwischendurch die Häkelhände und hält das bunte Treiben mit der Kamera fest. Josefina hilft dort, wo es gerade hakt, und Livio taucht plötzlich auf, weil noch ein Stück Gugelhupf übrig ist.

    So entsteht etwas, das man nicht planen kann: eine Atmosphäre, die wärmt. Ein Gefühl von Zuhause. Von Zusammenhalt. Von Familie.

    Die bijoFARM ist ein Ort, an dem Wandel selbstverständlich ist. Hier entsteht Neues, ohne das Alte zu vergessen. Hier ist Zusammenhalt stärker als jede Krise. Und hier spürt man, dass Landwirtschaft viel mehr ist als Arbeit. Sie ist ein Stück Lebenskunst.

    Ein Bauernhof, der viel mehr ist. Ein Zuhause. Ein Urlaubsdomizil. Eine Kreativitätsoase. Ein Ort voller Leidenschaft.

  • Wenn weniger mehr ist

    Wenn weniger mehr ist

    Fasten im BioVitalHotel Sommerau

    Ein neuer Tag in der Sommerau beginnt still. Kein hektisches Treiben, kein übervolles Buffet, stattdessen dampft eine Tasse Kräutertee, dazu ein Schälchen warmer Getreidebrei mit gedünstetem Obst. Reduktion, die guttut. Viele Gäste beschreiben schon den ersten Morgen ihrer Fastenwoche wie einen kleinen Neuanfang.

    Dabei erzählt dieses Haus in St. Koloman weit mehr als nur die Geschichte vom Fasten. Es ist die Geschichte einer Familie, die früh den Mut hatte, anders zu denken und ein Hotel, das seit über 40 Jahren zeigt, dass „weniger“ manchmal das größte Geschenk sein kann.

    Der Teich mit Buddha am  Morgen

    Dabei begann alles einst ganz klassisch: mit einem Gasthof. Vater Matthias und Mutter Anna Maria Neureiter erbauten das Haus, in dem sich Wanderer stärkten, bevor sie zu den Almen aufbrachen. Dort oben gab es kaum Verpflegung, also wurde die Sommerau zu einem Fixpunkt am Bergfuß: Hier aß man, hier rastete man, hier begann der Aufstieg – oder man genoss nach dem Abstieg eine kräftigende Mahlzeit.

    Doch das Schicksal wollte es, dass aus diesem Gasthof viel mehr wurde als ein Wirtshaus für hungrige Wanderer.

    Der Wendepunkt

    Es war Anfang der 1980er, als Matthias Neureiter von einem Bandscheibenvorfall getroffen wurde. Die Ärzte rieten klar: Operation. Doch Matthias wollte sich nicht unters Messer legen. Stattdessen begleitete ihn seine Schwägerin zu einem Seminar von Willi Dungl, dem Pionier für Naturheilkunde und Fasten in Österreich.

    Was er dort erlebte, stellte sein Leben auf den Kopf. Vollwertkost, frisches Gemüse, die Idee von Fasten als Heilprozess. All das war neu, aber es funktionierte. Matthias fand zurück in die Bewegung, zurück ins Leben. Von diesem Tag an änderte sich auch der Gasthof. Auf einmal standen Vollkornnudeln statt Spätzle auf dem Tisch. Gemüse und Getreide statt üppiger Fleischgerichte.

    „Wir waren damals sicher 10 oder 15 Jahre zu früh“

    So begann der Wandel: 1983 die Umstrukturierung zum Vitalhotel, bald darauf das erste rauchfreie Gasthaus in Salzburg. 2001 folgte die Bio-Zertifizierung, das Hotel wurde Gründungsmitglied des BioParadies SalzburgerLand.

    „Die Leute haben uns belächelt – Vollkornnudeln? Wer isst denn sowas? Aber für uns war klar: Das ist der richtige Weg.“

    Pioniergeist und Gegenwind

    Mit dieser Entscheidung wurde die Familie Neureiter zu Vorreitern und manchmal auch Außenseitern. Während rundherum noch Bier und Schweinsbraten dominierten, servierte die Sommerau vegetarische Gerichte, selbstgebackenes Brot und naturbelassene Produkte.

    „Wir galten ein bisschen als die Verrückten im Ort“

    Doch Matthias blieb seiner Linie treu. Er fuhr zu Bauernhöfen, suchte nach Käse, Kartoffeln und Kraut in Bio-Qualität. Damals ein Abenteuer, denn Bio war weit entfernt vom Mainstream. Mit den Jahren wuchs daraus eine Philosophie, die das BioVitalHotel Sommerau bis heute prägt: konsequente Qualität, kein Kompromiss bei der Gesundheit.

    Außenansicht Garten

    Eine hohe Qualität und biologische Lebensmittel sind für die Familie längst selbstverständlich. Theresia ist mit dieser Umstellung aufgewachsen. Was für viele Gäste damals noch ungewohnt war, war für sie von klein auf Alltag. Auch Mutter Anna Maria lebt diese Haltung bis heute: Sie kocht das „Essen auf Rädern“ für das Bergdorf und sorgt so dafür, dass die Menschen vor Ort, vom Kindergartenkind bis zum älteren Bewohner, mit hochwertigem Essen versorgt sind.

    Die zweite Generation

    Nach dem Tod von Vater Matthias stand die Sommerau vor einer neuen Phase. Er war es gewesen, der mit seiner Entscheidung für das Fasten den Grundstein gelegt hatte. Nun war es an Tochter Theresia, den Weg weiterzuführen.

    Sie hatte ihre Ausbildung als Physiotherapeutin abgeschlossen und viele Jahre in einem Reha-Zentrum gearbeitet. Die Arbeit mit Menschen, die Suche nach Heilung und Gesundheit, all das war ihr vertraut. Und so reifte die Entscheidung: das Elternhaus nicht nur weiterzuführen, sondern es noch stärker in Richtung Gesundheit und Fasten auszurichten.

    Ein großer Umbau markierte den Neubeginn. Unterstützt von ihrem Bruder, der als Handwerker anpackt, wenn es gebraucht wird, übernahm Theresia Schritt für Schritt die Verantwortung. Ihre Mutter Anna Maria bleibt bis heute eine wichtige Stütze, präsent, warmherzig, noch immer mitten im Haus.

    Sauna mit Blick auf Teich

    Zu Beginn konnte man in der Sommerau noch à la carte essen und parallel an einer Fastenwoche teilnehmen. Doch wie Theresia heute schmunzelnd erzählt:

    „Es ist nicht einfach, wenn jemand vor dir ein Schnitzel isst oder ein Bier trinkt und man selbst fastet.“

    So kam mit dem Nachwuchs die Umstellung auf ein reines Fastenhotel.

    Fasten in der Sommerau – eine eigene Welt

    Viele Gäste kommen Jahr für Jahr. Manche reisen seit Jahrzehnten an, nehmen sich eine Woche frei und tauchen ein in die Rituale des BioVitalHotels Sommerau. Die Altersgruppe ist breit, von 25 bis 65 Jahren. Allen gemeinsam ist der Wunsch, einen Neustart zu machen: für Körper, Geist und Seele.

    „Die ersten drei, vier Tage sind oft die schwierigsten. Da kommt der Kaffeeentzug, manchmal auch Kopfweh oder Müdigkeit. Aber danach passiert etwas: Der Körper schaltet um, die Energie kommt zurück, die Gedanken werden klarer.“

    Dieses Aufblühen nach der Krise ist es, was viele immer wieder zurückkehren lässt. Fasten ist kein Wellnessurlaub. Es ist Arbeit am eigenen Körper – aber eine, die sich lohnt.

    Fastenbegleitung & Rituale

    Die Sommerau unterstützt diesen Prozess mit kleinen, aber wirkungsvollen Ritualen:

    • Ölziehen am Morgen
    • Tau- oder Schneetreten im Garten
    • Trockenbürsten zur Anregung der Durchblutung
    • Leberwickel für die Entgiftung
    • Schüßler Salze und sanfte Anwendungen wie Kaffee-Einläufe

    So wird Fasten zu einem ganzheitlichen Erlebnis – immer begleitet, nie allein.

    Die drei Fastenprogramme im Überblick

    Hier wird es sachlich – denn Fasten braucht Klarheit und Struktur.

    Basenfasten – das Fasten mit Biss

    • Ziel: Säure-Basen-Balance
    • Ernährung: Morgentee, gedünstetes Obst mit Getreidebrei, mittags Gemüse & Kräutertee, abends Basensuppen
    • Behandlungen: Basenbad mit Bürstenmassage, Basenwickel, Peeling mit Basensalz, Lymphdrainage, Honig- oder Schröpfmassage, Body-Detox-Fußbad, Leberwickel

    Vitalfasten – wo altes Wissen auf moderne Wissenschaft trifft

    • Ursprung: inspiriert vom Ayurveda
    • Ernährung: Morgentee, gedünstetes Obst mit Getreidebrei, mittags Gemüse & Kräutertee, abends Basensuppen
    • Fokus: viel Bewegung, Schwitzen, Trinken
    • Behandlungen: Abhyanga-Ganzkörpermassage, Kundalini-Rückenmassage, Leberwickel
    Getreidebrei

    Ganzheitliches Fasten

    • Ernährung: Morgentee, mittags Obst- & Gemüsesaft, abends Gemüsebrühe
    • Besonderheit: Fastenbrechen + 2 Aufbautage
    • Behandlungen: Lymphdrainage, Sole-Entschlackungswickel, Bauchmassage, Fußreflexzonenmassage, Schiele-Fußbad, Rückenmassage, Creme-Packung, Body-Detox-Fußbad, Leberwickel

    Ruhe statt Rummel

    Das BioVitalHotel Sommerau liegt am Waldrand, oberhalb von St. Koloman. Hier gibt es keine Hotelmeilen, keine Après-Ski-Partys, keinen Lärm. Stattdessen: Wälder, ein paar Wanderwege, Naturbadeteich, Saunalandschaft. Ein Platz, der bewusst abseits des Massentourismus liegt.

    Kissen Lavendelspray

    „Wir sind einfach wir. Ein Ort, an dem Menschen zur Ruhe kommen.“

    Und genau darin liegt die Stärke: Wer in die Sommerau kommt, sucht nicht Ablenkung, sondern Reduktion. Nicht mehr, sondern weniger.

    Wenn weniger mehr ist

    Seit über 40 Jahren ist die Sommerau ein Ort, der konsequent seinen Weg geht. Vom Gasthof zum BioVitalHotel, vom Bandscheibenvorfall zum Fastenhaus. Geführt mit Herz, mit Mut und mit der Überzeugung, dass echte Qualität nicht verhandelbar ist.

    Fasten heißt nicht verzichten, sondern gewinnen. Mehr Klarheit, mehr Energie, mehr Gesundheit. Das ist das, was bleibt.

    Und so wird die Sommerau zu dem, was sie seit Jahrzehnten ist: ein Ort, an dem weniger wirklich mehr ist.

  • Kunst, Yoga & Gastfreundschaft

    Kunst, Yoga & Gastfreundschaft

    Haus Hirt in Bad Gastein

    Es gibt Orte, die man betritt und sofort das Gefühl hat: Hier darf ich loslassen. Das Haus Hirt in Bad Gastein ist genau so ein Ort – ein Haus mit Geschichte, Charakter und einem ganz besonderen Spirit. Es ist hip, ja, aber nicht im oberflächlichen Sinn. Es ist artsy, voller kleiner Überraschungen und gleichzeitig ein echtes Zuhause auf Zeit für Familien, Paare und Freund:innen.

    Einst diente das Haus Hirt als Salon für große Persönlichkeiten. Unter ihnen Thomas Mann, Stefan Zweig, Somerset Maugham und sogar der Schah von Persien. Heute ist es ein urbanes Hotel geführt von Evelyn und Ike Ikrath für Zeit- und Freigeister, ein Ort für Menschen, die Balance, Genuss und Gleichgesinnte suchen.

    Über 101 Jahre alt und voller verschachtelter Stockwerke, Nischen und Winkel, wirkt das Haus Hirt bis heute wie ein echtes Original. Kein durchgestyltes Hotel, sondern ein Ort, der seine Gäste mit offenen Armen empfängt.

    Elma Choung entwarf gemeinsam mit Ike Ikrath eine Atmosphäre, die den Charme eines großen Privathauses mit einem mutigen Stilmix von den 30er-Jahren bis in die Gegenwart verbindet – kreativ, detailverliebt und voller Offenheit. Großzügige Glasflächen holen das Licht ins Haus, Kunstwerke regen zum Nachdenken an, und dazwischen finden sich immer wieder Nischen, die Geborgenheit schenken. In jeder Ecke spürt man die künstlerische Handschrift, die Liebe zum Detail und die Freude am Besonderen.

    Ein Ort mit Geschichte

    Bad Gastein selbst blickt auf eine lange, bewegte Vergangenheit zurück. Schon im 19. Jahrhundert galt das Tal mit seinen Thermalquellen als mondäner Kurort, der Künstler:innen, Intellektuelle und Aristokratie aus ganz Europa anzog. Nach Jahrzehnten des Glanzes folgte eine ruhigere Zeit, in der viele Gebäude leer standen und der Ort fast wie in einem Dornröschenschlaf wirkte. Erst in den letzten Jahren erlebte Bad Gastein eine Wiederbelebung. Getragen von Menschen wie Evelyn und Ike Ikrath, die Leerstände in Chancen verwandelten und dem Ort mit Kunst, Kultur und Gastfreundschaft neues Leben einhauchten.

    Evelyn selbst ist tief in der Hotellerie verwurzelt. Ihre Familie stammt aus Salzburg, die Mutter aus einer Hotelier Familie, der Vater ging in den 1950er Jahren in die renommierte Tourismusschule in Bad Gastein. Er verliebte sich nicht nur in den Ort, sondern auch in Evelyns Mutter und so begann eine Familiengeschichte, die eng mit der Gasteiner Hotellerie verbunden ist. Später übernahm die Familie das Haus Hirt von einer kinderlosen Vorbesitzerin. Evelyn wuchs mit drei Geschwistern in diesem besonderen Haus auf.

    „Wir sind hier groß geworden, es war immer voller Leben, voller Geschichten“

    Während ihre Geschwister andere Wege gingen, entschied sich Evelyn, gemeinsam mit Ike, das Erbe fortzuführen und Haus Hirt zu dem zu machen, was es heute ist, eine Geschichte, die Architektur und Gastfreundschaft verbindet. Evelyn studierte das Hotelfach und sammelte Erfahrung auf ihren Wanderjahren, Ike ging denselben Weg als Architekt. Als sie sich begegneten, wurde aus Berufung große Liebe und aus dem alten Landhaus aus den 20er-Jahren eine intime Wohlfühloase, geprägt von neuen Sichtweisen, Kontrapunkten und Kreativität.

    Kunst die verbindet

    Im Haus Hirt ist Kunst nicht schmückendes Beiwerk, sondern das Herz des Hauses. Evelyn Ikrath zählt zu den Initiatorinnen der Kunst- und Kulturszene in Bad Gastein. Gemeinsam mit Einheimischen, Künstler:innen, Galeristen und Visionär:innen hat sie Festivals, Ausstellungen und Projekte ins Leben gerufen, die dazu beigetragen haben, das Tal neu zu beleben. Die Denkensweise damals war sehr problemorientiert, durch viel Leerstand und hohe Investionen, doch es gab Mut für neue Ideen.

    „Lass uns mal schauen, was die Träume sein können.“

    Daraus entstand Sommerfrische, Freiluftkino im alten Straubinger, Ausstellungen im ehemaligen Kraftwerk – Experimente, die Räume neu belebt und Besucher:innen inspiriert haben.

    Kunst findet man hier nicht nur an den Wänden, sondern in Begegnungen, Gesprächen und der Atmosphäre selbst. Werke der Fotografin Amira Fritz, die Menschen und Landschaften entlang der Transsibirischen Eisenbahn portraitierte, oder geometrische Formen im Yogaraum sind mehr als Dekoration – sie sind Fenster in andere Welten. Kunst im Haus Hirt will bewegen, irritieren, beflügeln. Sie schenkt jedem Gast die Möglichkeit, eine eigene Resonanz zu finden.

    „Kunst eröffnet mir eine Welt, die ich alleine vielleicht nicht sehen würde.“

    Yoga, Wellness & Natur

    Schon bei der Ankunft stellt sich ein eigener Rhythmus ein. Zweimal täglich Yoga – morgens und abends. Das schafft Raum, um Körper und Geist ins Gleichgewicht zu bringen.

    „Wir haben uns gedacht, es soll bei uns immer Yoga geben … und so ist es dann einfach entstanden“

    „Yoga ist hier wie Zähneputzen – es gehört einfach dazu.“

    Unterschiedliche Yoga Lehrer:innen aus aller Welt prägen die Einheiten mit ihrem Stil, sodass jede Woche neue Inspiration ins Haus zieht.

    Im Spa-Bereich wartet Entspannung pur: Aveda-Behandlungen, Innenpool, Sauna und eine sonnige Terrasse laden zum Verweilen ein. Wer den Blick schweifen lässt, sieht die Altstadt von Bad Gastein, eingerahmt von der imposanten Bergwelt.

    Genuss für alle Sinne

    Das kulinarische Angebot folgt einer einfachen, aber feinen Philosophie: ausgiebiges Frühstück, gesunder Lunch, ausgezeichnetes Abendessen. Alles ist liebevoll zubereitet, frisch, gesund und mit einer Selbstverständlichkeit serviert, die den Luxus im Einfachen sichtbar macht.

    Haus Hirt ist auch ein Ort, an dem man sich als Familie wohlfühlt: Kids Club, geführte Wanderungen und ein Team, das Herzlichkeit großschreibt, sorgen dafür, dass alle Generationen auf ihre Kosten kommen.

    „Es soll für jeden etwas geben. Und es soll glücklich sein und gut sein.“

    Haus Hirt ist ein Hotel, das keines sein möchte. Es ist Treffpunkt, Rückzugsort, Bühne und Wohnzimmer zugleich. Manche Gäste sagen, es sei fast wie ein zweites Zuhause, oder, wie Evelyn es beschreibt: „Basislager für Großstadtpflanzen … oder wie ein Surfcamp in den Bergen.“

    Ein Ort voller Lebensfreude, Kunst und Gemeinschaft.

    👉 Sollte das Haus Hirt einmal ausgebucht sein, empfiehlt sich ein Blick ins Schwesternhotel Miramonte, das denselben unverwechselbaren Spirit trägt.

  • 20 Jahre Bio, 10 Jahre 100 %

    20 Jahre Bio, 10 Jahre 100 %

    Das Biohotel Rupertus in Leogang feiert ein doppeltes Jubiläum

    Es sind drei Worte, die Nadja Blumenkamp sofort einfallen, wenn sie ihr Hotel beschreibt: Ankommen, unkompliziert und menschlich. Und wer das Biohotel Rupertus in Leogang betritt, spürt genau das. Hier wird Gastfreundschaft nicht inszeniert – sie ist Teil der DNA des Biohotels.

    Seit 1977 ist das Rupertus ein Familienhotel. Gegründet wurde es von Sophie und Gottfried Herzog, heute wird es von Tochter Nadja Blumenkamp gemeinsam mit ihrem Mann Olaf geführt. Olaf kam ursprünglich aus dem Maschinenbau und hatte mit Tourismus zunächst nichts zu tun. Als Quereinsteiger bringt er heute eine wertvolle neue Perspektive in den Betrieb ein. Gleichzeitig sind auch Nadjas Eltern noch immer täglich im Haus aktiv.

    „Wir sind vier starke Charaktere, aber wir ergänzen uns perfekt“

    Genau diese Mischung aus Erfahrung, Offenheit und gegenseitiger Freiheit prägt die Zusammenarbeit im Rupertus und macht den besonderen Charakter der Gastgeber und des Hauses spürbar.

    Für Nadja selbst war der Weg in den Tourismus fast selbstverständlich. Nach der Tourismusschule entschied sie sich für das Studium am Management Center Innsbruck und gehörte dort zum allerersten Jahrgang im Fach Tourismusmanagement. Als die Familie schließlich die Möglichkeit hatte, ein angrenzendes Grundstück zu erwerben, stand für sie die Entscheidung fest: Sie kehrt zurück nach Leogang und steigt mit voller Energie in das Hotel und in ihre Rolle als Gastgeberin ein.

    Schon früh legten die Eltern den Fokus auf Nachhaltigkeit.
    Vor 25 Jahren erhielt das Rupertus die erste Bio-Zertifizierung, seit 10 Jahren wird konsequent 100 % Bio gelebt.

    „Das verändert einen selbst und prägt, wie man Gastgeberin ist“

    Vor einigen Jahren traf sich Nadja mit ihren ehemaligen WG-Freundinnen aus der Studienzeit. Bei diesem Wiedersehen erzählten sie lachend, dass Nadja schon damals bei gemeinsamen Kochabenden immer Bio-Lebensmittel mitgebracht hatte.

    „Echt? Das ist mir gar nicht bewusst gewesen“

    In diesem Moment wurde ihr klar, wie lange Bio schon Teil ihres Lebens war. Es war nie eine geplante Vermarktungsstrategie, sondern eine Haltung, die sie von Anfang an ganz selbstverständlich gelebt hat.

    Gäste schätzen heute besonders das vegane Menü, die klare Saisonalität und die Konsequenz, mit der im Rupertus Entscheidungen getroffen werden. Auf den Tisch kommt ausschließlich, was zur Jahreszeit passt und in Bio-Qualität verfügbar ist. Die Küche arbeitet eng mit lokalen Lieferanten zusammen und die meisten Lebensmittel stammen direkt aus der Umgebung.

    Was für Gäste oft romantisch klingt, ein Urlaubsort, in dem ausschließlich regionale Bio-Produkte serviert werden ist in der Praxis jedoch mit vielen Herausforderungen verbunden.

    „Es gibt Dinge nur zu bestimmten Zeiten. Bio-Weintrauben zum Beispiel verschwinden manchmal wochenlang vom Markt“

    Trotzdem bleibt die Linie im Rupertus unverrückbar. Lieber wird kreativ gekocht und Neues ausprobiert, als Abstriche bei der Philosophie zu machen. Für Nadja gehört genau das zur Ehrlichkeit eines Biohotels: konsequent bleiben, auch wenn es schwieriger ist.

    Im Rupertus wird nichts dem Zufall überlassen. Jede bauliche Entscheidung wird sorgfältig überlegt, vom großen Umbau bis hin zum kleinsten Detail. Interior Design ist die Leidenschaft von Nadja und ihrer Mutter Sophie. Die beiden lieben es Räume mit natürlichen Materialien und hochwertigen Stoffen zu gestalten. Nadja’s Vater widmet sich mit besonderer Begeisterung der Baubiologie. Er achtet auf das Raumklima, gesunde Luft und ökologische Bau- und Dämmstoffe.

    Poolansicht Rupertus

    Selbst beim Außenbereich wird nichts dem Zufall überlassen: Als neue Sonnenliegen angeschafft wurden, war es ein regelrechter Kraftakt, Modelle zu finden, die wirklich ohne Bauteile aus China auskommen.

    Besonders beeindruckt ist Nadja von jungen Gästen, die mit dem Zug anreisen. Diese besitzen oft gar kein eigenes Auto, reisen mit leichtem Gepäck an und sind konsequent in ihren Handeln. Sie leben, was sie denken.

    „Das sind Gäste, die genau wissen, was sie wollen und was sie nicht wollen.“

    Diversität wird im Rupertus nicht als Schlagwort verstanden, sondern gelebt. Gleichgeschlechtliche Paare fühlen sich hier ebenso willkommen wie Familien mit beeinträchtigten Kindern. „Mensch darf Mensch sein“ – das ist ein Leitsatz, den man im Haus spürt.

    Im Rupertus spürt man die gute Atmosphäre im Haus vom ersten Moment an. Zwei Hotelkatzen gehören zur Familie, die gerne mal um eine Kuscheleinheit bitten. Oder Rituale wie das Räuchern an der Rezeption, die den Eingangsbereich zu einem Ort des Wohlfühlens machen.

    Lieblingsplätze und Zukunftsgedanken

    Ob Sofa im Garten, eingerahmt von einer grünen Hecke, oder die weichen Stoffe in der Lobby: Nadja hat viele Lieblingsplätze im Haus. Jeder Ort erzählt seine eigene kleine Geschichte und trägt dazu bei, dass sich Gäste sofort willkommen fühlen.

    „Es sind Orte, die einfach guttun“

    Wenn sie an die Zukunft denkt, schaut Nadja über den eigenen Betrieb hinaus. Ihr Wunsch ist es, dass die nächste Generation den Spagat zwischen Arbeit und Freizeit schafft und dass die Werte, die im Rupertus selbstverständlich gelebt werden, auch in Zukunft weitergetragen werden. Bio und Nachhaltigkeit sind für sie keine kurzfristige Mode, sondern die Grundlage für ein gutes Leben.

    So ist das Rupertus weit mehr als ein Hotel. Es ist ein Ort, an dem Familiengeschichte, Offenheit und Vision ineinandergreifen. Ein Haus, das zeigt, wie viel Kraft in einem Familienbetrieb steckt, wenn Tradition und Innovation miteinander verbunden werden.

    Ankommen. Unkompliziert. Menschlich.

  • Kraftplatz aus Holz

    Kraftplatz aus Holz

    Die Forsthofalm in Leogang

    Wenn man in Leogang aus dem Tal hinauf zur Forsthofalm fährt, wird einem schnell klar: Hier oben tickt das Leben anders. Freier, langsamer, achtsamer, leichter. 1.050 Meter über dem Alltag, mitten in der Leoganger Bergwelt, liegt ein Hotel, das vieles verbindet und dabei ganz bei sich bleibt.

    Die Forsthofalm ist kein austauschbares Designhotel, sondern ein Naturhotel mit Charakter, Haltung und Geschichte. Gebaut aus leimfreiem Thoma Holz, gestaltet mit Naturmaterialien, geprägt von der Leidenschaft einer Familie, die Nachhaltigkeit nicht als Trend, sondern als Selbstverständlichkeit lebt.

    Ich treffe Claudia Widauer, stellvertretende Obfrau vom BioParadies SalzburgerLand, die gemeinsam mit ihrem Bruder Markus das Hotel in zweiter Generation führt.

    „Ich bin hier aufgewachsen.“

    Was heute als modernes Bio-Hotel gilt, begann ganz bodenständig: mit einer einfachen Jagdstube, 1972 von Franz und Kathi Widauer erbaut. 40 Sitzplätze, Holzofen, Hausmannskost – ein Ort für Skifahrer:innen, Wanderer und Naturverliebte.

    „Die Stube war immer voll, es wurde Karten gespielt, Musik gemacht, gelacht und ‚Schweinshaxn‘ serviert.“

    1982 folgten erste Gästezimmer, später weitere Ausbauten. Immer mit Weitblick, immer mit dem Anspruch auf Qualität. Der Gedanke auf Vier-Sterne-Niveau zu bauen, war schon damals präsent. Die Seniors packten selbst mit an, damals ohne Baufirma, dafür mit viel Hausverstand und Herz.

    Schaut man heute auf die Forsthofalm, lässt sich der Ursprung nicht übersehen: In der Mitte des durchdacht geplanten Holzensembles steht das alte Wohnhaus der Familie – samt Jagdstube, die noch immer das Herz des Hauses ist. Acht Jahre stiegen die Gäste noch mit Tourenski oder zu Fuß zum Berggasthof auf. Heute schlängelt sich eine kurvige Straße hinauf, doch die Alleinlage inmitten der Natur ist geblieben. Sowie Kathi und Franz Widauer, die noch immer den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

    Claudia erinnert sich gern an ihre Kindheit. An das Spielen im Wald. An das Aufwachsen zwischen Bergen, Gästen und Küchenbetrieb.

    „Diese Naturverbundenheit spürt man einfach, wenn man hier lebt. Sie prägt alles, was wir tun.“

    2008 übernahmen Markus und Claudia die Führung und setzten ein Statement: Der neue Ostflügel wurde in Thoma-Holzbauweise errichtet. Das heißt leimfrei und metallfrei – rein aus Holz. Später wurde auch der Altbau abgetragen und in gleicher Weise neu aufgebaut.

    „Wir wollten nicht nur mitten in der Natur wohnen, sondern mit ihr bauen.“

    Heute besteht das Hotel zu 100 % aus Naturmaterialien. Alles ist spürbar anders: der Duft, die Luft, das Schlafgefühl.

    „Unsere Gäste schlafen besser, erholen sich tiefer, atmen freier.“

    Bio in allen Bereichen

    Was für viele ein Trend ist, war für die Widauers immer gelebte Realität. Bio war nie ein Konzept, sondern Haltung.
    Schon in den 1990ern setzte sich Franz Widauer als Funktionär der Wirtschaftskammer für die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus ein – und wurde zum Mitbegründer des Vermarktungsverein Saalachtaler Bauernprodukte , der heute rund 70 Mitglieder zählt.
    Er eröffnete den Saalachtaler Bauernladen, initiierte das Projekt Salzburger Bio-Frühstück Saalachtal. Franz erkannte früh: Wer bio denkt, muss ganzheitlich denken. Aus dieser Überzeugung entstand die Idee zum BioParadies SalzburgerLand, das er gemeinsam mit Weggefährten ins Leben rief. Heute verfolgt er das wachsende Netzwerk mit Freude aus dem Ruhestand.

    Seit 2008 trägt die Forsthofalm das österreichische Umweltsiegel und lebt Nachhaltigkeit in allen Bereichen: geputzt wird mit Essigwasser, gekocht mit Zutaten aus der Region und gesetzt wird auf erneuerbare Energien.

    Auch kulinarisch denkt man weiter: Statt dem klassischem 4-Gang-Menü, oder 6-Gang-Menü gibt es heute ein Sharing-Prinzip. Das Gemüse ist der Star, Fleisch/Fisch/Veganes kommt als Topping. Die drei liebevoll angerichteten Beilagen und das Topping werden in der Tischmitte eingestellt, denn „Sharing is Caring“. Dazu gibt es hervorragende Cocktails und über 300 Positionen aus dem Bio- und Naruralwein Sortiment.

    „Die argentinische Bio-Birne braucht’s bei uns nicht.“

    Öle, Seifen und Aromen von der Hoteldirektorin

    Drei Mal täglich lädt die Forsthofalm zu Yoga, Meditation oder achtsamer Bewegung ein. Manchmal auf der Terrasse, im Yogaraum, oder mitten in der Natur. Am Dach des Hauses, liegt der Sky Spa: mit Panorama-Pool, Sauna, Kräuterdampfbad und Behandlungsräumen, die nach Zirbe und Fichtennadeln duften. Wenn die Sonne scheint, laden die Sonnenliegen zum Füße hochlegen ein.

    Der Großteil der Massageöle, Seifen und Aromen stammen nicht aus dem Regal, sondern entstehen im Haus. Viele Produkte, vom Duschgel bis zur Seife, von den Aromen bis zu den Pflegeölen – tragen Claudias Handschrift. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen als ausgebildete Masseurin und Fitnesstrainerin fließen überall mit ein. Es zeigt, wie sehr sie mit der Natur, dem Haus und ihrer Aufgabe verbunden ist.

    Ein besonderer Ort liegt gleich im Hotelgarten: eine uralte Linde, die beim Umbau beinahe gefällt worden wäre. Doch die Familie entschied anders. Heute ist sie Claudias Lieblingsplatz und geschützter Kraftplatz.

    Wo Natur auf Lebensfreude trifft

    Nachhaltigkeit heißt auf der Forsthofalm nicht „weniger“, sondern bewusster: mehr Leben, mehr Natur, mehr Freude. Die Leichtigkeit gehört dazu. Und so wird auch gefeiert – mal ausgelassen bei der legendären White Night mit DJ Marc Kukka, mal gemütlich am Lagerfeuer mit Marshmallows und Blick in den Sternenhimmel.

    Das Wochenprogramm bringt Abwechslung und Begegnung: von Weinverkostungen, Biketouren und Golfausflügen bis zu Klangreisen, Kräuterworkshops oder Yoga-Sessions. Der hauseigene Radverleih, der Bikepark Leogang vor der Tür und die Alleinlage mitten im Aktivgebiet machen den Einstieg ins Draußensein leicht.

    Yin und Yang – zwischen Rückzug und Bewegung, Stille und Beat. Genau das macht diesen Ort so lebendig.

    Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Jede Jahreszeit hat hier ihren eigenen Zauber. Wenn oben am Dach der Pool dampft, während draußen der Schnee glitzert. Wenn sich im Frühling die ersten Blumen zeigen. Wenn der Sommer ruft und die Biker vor der Terrasse vorbei zischen, oder wenn im Herbst die Linde golden leuchtet.

    Ganzjährig geöffnet und immer im Wandel mit der Natur.
    Genau das macht die Forsthofalm so besonders.

    Claudias Wunsch für die Zukunft? Dass das Lebenswerk ihrer Eltern weitergeht, vielleicht mit der nächsten Generation. Und bis dahin: Freude und Harmonie bei der Arbeit, gute Energie im Haus und die Verantwortung, das Lebenswerk von Kathi und Franz weiter durch echte Gastfreundschaft erstrahlen zu lassen.

  • Bäume pflanzen, Haltung zeigen

    Bäume pflanzen, Haltung zeigen

    Hotels for Future

    Georg Maier, Gastgeber im Grünen Hotel zur Post, ist keiner, der Dinge nur denkt. Er macht sie einfach. So war es auch mit „Hotels for Future“. Entstanden aus der Inspiration der Fridays-for-Future-Bewegung – und dem schmunzelnden Gedanken: „Wenn’s sogar Omas for Future gibt, warum nicht Hotels?“

    Was dann folgte, war kein Marketingplan, sondern Herzenssache. Anfangs pflanzte Georg mit seinem Team und seiner Familie fünf Bäume – dort, wo zuvor Asphalt war. Heute sind es über 2200 Bäume. Und bislang ist das Grüne Hotel zur Post das einzige Hotel, das bei Hotels for Future offiziell mitmacht. Aber für Georg zählt nicht die Zahl, sondern das Tun. „Wenn jedes Hotel 2000 Bäume pflanzt, wird’s irgendwann groß. Aber einer muss anfangen.“

    Kein Greenwashing, sondern echter Boden unter den Füßen

    Hotels for Future ist bewusst einfach gehalten: Es gibt keine komplizierten Regeln, keine Pflichtpunkte, keine Hochglanz-Rechnungen zum CO₂-Ausgleich. Denn für Georg zählt, was greifbar ist. „Ich will nicht irgendein Kompensationsding machen, wo keiner weiß, ob der Baum jemals gesetzt wurde.“

    Bei ihm werden die Bäume dort gepflanzt, wo Stürme gewütet haben oder Aufforstung erwünscht ist – in Zusammenarbeit mit lokalen Förstern, Bauern oder Initiativen. Ob am Campingplatzwald in Maxglan, in Golling, im Waldviertel oder im Pongau: Georg ist meist selbst mit der Schaufel dabei. Auch in Kenia war er gemeinsam mit seiner Familie unterwegs, um ein Aufforstungsprojekt mit den Ost-West-Doctors zu unterstützen.

    Ein Bäumchen kostet dabei oft nur 70 Cent bis 2 Euro – je nach Sorte und Region. Wichtig ist Georg: Es wird nicht einfach drauflosgepflanzt. „Es darf nicht immer die gleiche Baumart sein. Aber dafür hab ich gute Leute an meiner Seite.“

    Eine Bewegung, die verbindet

    Der Geist hinter Hotels for Future ist klar: Jeder Betrieb, der ehrlich nachhaltiger werden will, kann mitmachen. Ob mit einem Baum oder 1000. Ob mit Gästen, die mithelfen, oder ganz im Stillen. Das Ziel ist nicht PR, sondern Bewusstsein. Trotzdem gilt für Georg:

    „Mache Gutes – und sprich darüber.“

    Denn nur wer sichtbar ist, inspiriert andere.

    Die Website wurde gemeinsam mit einem Schulfreund seines Sohnes gebaut – kostengünstig, ehrlich, funktional. Seine Kinder helfen beim Pflanzen, sein Sohn fotografiert fürs Projekt. Eine echte Familienbewegung, ganz ohne Show.

    Klimaticket, Fahrrad und Haltung

    Nachhaltigkeit endet bei Georg nicht im Hotelgarten. Die ganze Familie besitzt das Klimaticket – öffentliche Mobilität gehört für sie selbstverständlich zum Alltag. Georg selbst ist begeisterter Radfahrer. „Man muss’s ja nicht komplizierter machen als es ist“, meint er trocken. Genau dieses gelebte Vorbild macht sein Projekt glaubwürdig – und so wertvoll.

    Mit gutem Beispiel voran

    Hotels for Future steht noch am Anfang. Aber es ist eine Einladung – an Betriebe, die mehr wollen als Imagepflege. Die Verantwortung übernehmen wollen, für ihre Gäste, für die Umwelt, für kommende Generationen.

    Und wer wissen will, wie gut man Nachhaltigkeit wirklich leben kann, sollte unbedingt einen Blick auf den Beitrag über das Grüne Hotel zur Post werfen. Denn dort zeigt sich, was möglich ist, wenn Vision und Alltag zusammenspielen.

  • Bio ohne Blabla

    Bio ohne Blabla

    Zu Besuch bei Georg Maier im Grünen Hotel zur Post in Salzburg

    Wenn Georg Maier über sein Hotel spricht, redet er nicht in Werbephrasen. Sondern in Gedanken, die hängen bleiben.

    „Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz. Es ist die Basis von allem.“

    Man glaubt ihm das sofort – spätestens wenn man durch die ruhigen Innenhöfe und grünen Ecken des Hauses geht, das seit 1949 im Familienbesitz ist. Ein Ort, der mit der Zeit gewachsen ist – und der, wie die Pflanzen an seiner Fassade, weiterwächst.

    Georg Maier ist ein Idealist. Aber einer, der nicht redet, sondern macht. Der aus einem Stadthotel eine grüne Oase gemacht hat – in einem Viertel mit Geschichte, mitten in Salzburg. Und der dabei weder laut noch leise ist.

    Georgs Großeltern kauften das Haus nach dem Krieg, führten es als Gasthaus. Später wurde es zur Pension, in der Georg selbst als Teenager mithalf.

    „Es war irgendwie klar, dass ich’s einmal übernehme, damals hat man nicht groß überlegt, ob das passt oder nicht. Man hat’s einfach gemacht.“

    1994 kam er mit seiner Frau zurück nach Salzburg, seitdem führen sie das Grüne Hotel zur Post. Mit grüner Haltung und mit Herz.

    Georg erzählt offen, dass ihn das Thema Umweltschutz, einmal gefunden, nie mehr losgelassen hat. Weder privat noch beruflich. Schon in den 80ern wurde die erste Solaranlage am Wohnhaus der Familie installiert, 1998 folgte die nächste am Hoteldach. Und 2015 war dann der Startschuss für eine neue Phase: das Österreichische Umweltzeichen.

    „Da war plötzlich jeder Bereich Thema. Von der Wäscherei bis zur Rezeption.“

    Heute wird die Energie über eine große Pelletsheizung gewonnen, die ehemaligen Gas- und Ölheizungen sind Geschichte. Alle sechs Gebäude des Hotels wurden auf diese zentrale Lösung umgestellt.

    „Das war viel Aufwand, alles aufreißen, neu verlegen – aber es hat sich ausgezahlt. Ich bin heute noch stolz drauf.“

    Dass so ein Wandel schwer sein müsse, weist Georg übrigens freundlich zurück:

    „Eine Herausforderung ist nur dann eine, wenn sie schwierig ist – für uns war’s eigentlich ganz leicht.“

    Energie aus der Region – für eine enkeltaugliche Zukunft

    Auch der Strom kommt längst nicht mehr von irgendwo. Eine 30-kWp-Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt zwei der Häuser, ein Batteriespeicher puffert die Energie.

    „Wenn wir mehr produzieren, hänge ich einfach das E-Auto an.“

    Noch dazu bezieht das Hotel Ökostrom direkt vom Kraftwerk Sinnhub – einem Leuchtturmprojekt aus der Region, das auf Initiative der Salzburger Ökostrombörse ermöglicht wurde. Nachhaltiger geht’s kaum.

    Bienen, Pflanzen, Wildwuchs – gelebte Naturverbundenheit

    Das alles passiert nicht aus Marketinggründen. Sondern weil es sich richtig anfühlt. Weil es Sinn macht. Neben den großen Maßnahmen zählen auch die kleinen: Drei eigene Bienenstöcke brummen auf dem Grundstück – obwohl Georg eine Bienenallergie hat. Nicht wegen des Honigs, sondern damit die fleißigen Bienchen die Blumen rundherum bestäuben.

    An der Fassade wächst eine sieben Meter hohe Pflanzenkonstruktion empor, mitten im Stadtgebiet. Und der Garten? Der darf wild wachsen. Ohne Rasenkante, ohne Zwang – dafür mit viel Lebensraum, für reine Luft und blühende Pflanzen.

    „Eat the Rainbow“ leicht gemacht

    Und dann ist da noch das Frühstück. Eines, das nicht nur satt macht, sondern glücklich. Das Buffet ist eine liebevolle Einladung: 100 % bio, vieles selbstgemacht, regional, vielfältig. Veganer:innen, Vegetarier:innen oder Flexitarier:innen – hier füllt sich jeder Teller bunt.

    Nach dem Frühstück, wenn die Gäste langsam in den Tag starten, trifft sich das Team noch einmal im Frühstücksraum. Gemeinsames Kaffeetrinken gehört dazu. Keine Pflicht, sondern ein Ritual. Man begegnet sich hier auf Augenhöhe – mit einem offenen Ohr & einer Prise Humor.

    Und weil Verantwortung hier nicht beim Energieverbrauch endet, geht das Hotel noch einen Schritt weiter: Es trägt das ECOnGOOD – ein Label für Betriebe, die fair wirtschaften, soziale Werte leben und ökologische Ziele messbar machen. Kein Marketing-Gag, sondern gelebte Überzeugung. Genau das spürt man – vom Teamfrühstück bis zum Bienenstock.

    Ein Ort mit Seele – mitten in der Stadt

    Das Grüne Hotel zur Post ist kein Bio-Bauernhof. Und will auch keiner sein. Es ist ein charmantes Stadthotel mit Haltung. Nur wenige Gehminuten vom Zentrum Salzburgs entfernt, aber mit grüner Seele. Ein Ort, an dem sich Geschäftsreisende, Familien, Städteurlauber:innen und Radfahrer:innen begegnen.

    Hier wird es dem Gast leicht gemacht, Teil dieser Haltung zu sein. Ob mit dem Live-Busfahrplan an der Rezeption, der bei der nächsten klimafreundlichen Unternehmung hilft, oder mit den stylischen Leihfahrrädern, die direkt vor der Tür bereitstehen. Alles ist durchdacht – aber nichts ist kompliziert. Einfach ankommen, durchatmen, genießen.

  • Selbstgepflanzt, Selbstgemacht & VOI.bio

    Selbstgepflanzt, Selbstgemacht & VOI.bio

    VOI.bio ist kein Ort, den man einfach betritt – es ist ein Ort, den man erlebt. Zwischen moderner Architektur und lebendiger Kunst findet sich hier ein Restaurant, das mehr ist als bloß ein schöner Platz zum Essen. In raffiniert gestalteten Vitrinen liegen handverlesene Weine neben liebevoll eingelegten Raritäten im Weckglas. In der Ecke der Terrasse sprießen Setzlinge und essbare Blüten. Auf dem Dach: ein Garten, wild und geordnet zugleich. Alles deutet darauf hin – hier wird mit Leidenschaft, Neugier und viel Liebe zur Region gearbeitet.

    Was im VOI.bio passiert, geht weit über ein Newcomer-Restaurant hinaus. Hier wird mit Kopf, Herz und Herkunft gekocht – inspiriert von der Natur, geprägt von bäuerlichen Wurzeln und mit einer ganz eigenen Herangehensweise an Genuss und Nachhaltigkeit.

    Besuch bei Küchenchef Erhard Schober in Puch Urstein

    Erhard Schober öffnet mir die schwere Tür zum Kühlhaus – und plötzlich stehe ich vor einer Schatzkammer aus Weckgläsern, Essigmüttern (noch vom Großvater) und eingelegtem, handverlesenem Bio-Gemüse.

    Wer mit Erhard spricht, spürt schnell: Da ist jemand, der Bio nicht als Trend, sondern als Haltung versteht.

    „Ich muss in Italien keine Schnitzel essen und bei uns keine Meeresfrüchte aus Portugal servieren.“

    Stattdessen schwört er auf Pilze von den Flachgauer Bio-Pilzen, saisonales Gemüse, das er selbst einkocht und fermentiert, sowie Wildkräuter, die er in der Umgebung selbst pflückt – darunter japanischer Knöterich. Alles davon landet auf dem Teller, ist schön fürs Auge und entfaltet pure Freude am Gaumen.

    „Exquisite Küche muss nicht weit gereist sein. Die Produkte, die wir hier haben, sind das Besondere.“

    Gastgeber mit Bodenhaftung

    „Ich bin am Bauernhof meiner Großeltern aufgewachsen. Meine Mutter ist eine richtige Kräuterhexe – von ihr habe ich früh gelernt, wie man mit Pflanzen umgeht und sie wertschätzt.“

    Obwohl Erhard am liebsten am Herd steht, ist er auch oft direkt am Gast.

    „Ich möchte erklären, mitnehmen, Haltung zeigen, aber nicht belehren.“

    Diese Haltung spürt man. Man fühlt sich sofort wohl – nicht nur wegen des Essens, sondern wegen der Atmosphäre, die von innen heraus entsteht.

    Hier bekommt man kein überstyltes Tellergericht mit Showeffekt, sondern ehrliche, aromatisch dichte Küche mit Tiefe. Mit Know-how, Respekt vor dem Produkt und immer wieder einer Spur Überraschung. Mal fermentiert, mal eingelegt, mal auf offenem Feuer gegrillt.

    „Man muss bei uns nicht im Anzug erscheinen – und auf gut Deutsch gesagt: auch nicht mit einem Stock im Arsch. Es soll sich anfühlen wie im Wohnzimmer. Das ist die Idee.“

    Jeder darf sich einbringen

    Das VOI.bio-Team ist jung, international und offen. Und es wird ermutigt, mitzugestalten.

    „Bei uns kann sich jeder verwirklichen. Das ist selten geworden in der Branche.“

    Erhard weiß, wie wichtig das ist, um echte Begeisterung zu erzeugen. Und die merkt man nicht nur in der Küche, sondern auch im Garten am Dach: Hier wachsen Ideen, Setzlinge und Zukunftsgeschichten. Alles in Bio, alles mit Liebe gepflegt.

    Hinter dem Konzept von VOI.bio steht Andreas Birngruber – Visionär, Gastronom und leidenschaftlicher Bio-Botschafter. Er hat mit VOI.bio einen Ort geschaffen, an dem kulinarische Exzellenz und Nachhaltigkeit kein Widerspruch, sondern gelebte Selbstverständlichkeit sind. Seine langjährige Erfahrung in der Gastronomie, u. a. mit Chef Partie, spiegelt sich in jedem Detail des Hauses wider. Mit diesem Projekt verbindet er höchste Bio-Standards, moderne Architektur und eine offene Gastgeberkultur zu einem der spannendsten Genussorte im SalzburgerLand.

    Bio-Kulinarik – von Frühstück bis Fine Dining

    „Ich rechne im Sommer schon 20 Kilo Eierschwammerl ein, die ich einlegen kann – so kommt auch im Herbst noch Regionales auf den Teller. Und im Winter? Dann gibt’s eben ein Erdbeer- oder Himbeerkompott. Das ist auch sehr lecker – und das müssen die Leute einfach wieder lernen zu schätzen.“

    VOI.bio lädt zu jeder Tageszeit zum Genießen ein: Wer mag, startet hier mit einem besonderen Frühstück in den Tag – das Buffet ist bewusst klein gehalten, dafür ist jedes einzelne Produkt sorgsam ausgewählt und von hoher Qualität. Am Sonntag wird der Brunch zelebriert: Zusätzlich zum Frühstück gibt es zwei warme Gerichte, die im Sinne des „Sharing is Caring“-Prinzips direkt auf den Tisch gestellt werden.

    Unter der Woche wartet der Business Lunch in Form der beliebten Bento Box: ein Hauptgericht (vegan, vegetarisch oder mit Fleisch), ein Salat mit Wildkräutern und ein feines Dessert. Ich durfte sie selbst probieren – und war begeistert. Zwischendurch könnt ihr euch im Bistro verwöhnen lassen.

    Wer sich nach einem außergewöhnlichen Abend sehnt, sollte sich einen Tisch für das Fine Dining sichern – jeweils donnerstags und freitags, ausschließlich mit Reservierung.

    Am Ende meines Besuchs weiß ich: Das hier ist mehr als Essen.
    Das ist ein Statement.
    Für Geschmack, für Verantwortung, für eine enkeltaugliche Küche.

  • Slow Travel im Salzburger Land

    Slow Travel im Salzburger Land

    Warum weniger mehr ist

    Stell dir vor, du wachst in einem gemütlichen Bett auf einem Bio-Bauernhof auf. Draußen zwitschern die Vögel, die Morgensonne taucht die Almwiesen in ein goldenes Licht, und der Duft von frischem Brot zieht durchs Haus. Kein hektisches Kofferpacken, keine übervollen Sightseeing-Spots – nur du, die Natur und der Moment. Willkommen in der Welt des Slow Travel, der vielleicht schönsten Art, das Salzburger Land zu entdecken.

    Was Slow Travel bedeutet (und was nicht)

    Slow Travel heißt nicht, dass du mit der Geschwindigkeit einer Schnecke durch die Berge wanderst oder extra lange an der Bushaltestelle wartest, um „die Erfahrung zu spüren“. Es geht darum, bewusster zu reisen. Nicht in Rekordzeit alle Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern mit offenen Augen und entspanntem Tempo eine Region wirklich kennenzulernen.

    Gerade das BioParadies Salzburger Land ist perfekt für diese Art des Reisens. Statt sich von Termin zu Termin zu hetzen, kann man hier das echte Landleben spüren: barfuß durch taufrisches Gras gehen, dem Plätschern eines Wildbachs lauschen oder einfach mal auf einer Holzbank sitzen und in die Ferne schauen.

    Salzburger Land & Slow Travel – Ein perfektes Match

    Warum funktioniert Slow Traveling im BioParadies so gut? Weil hier alles schon ein bisschen entschleunigt ist. Die Kühe auf der Weide nehmen sich Zeit für ihr Gras, das Brot im Holzofen darf in Ruhe gehen, und auch Gäste spüren schnell: Eile war gestern, heute zählt der Moment.

    Übernachten mit Herz und Seele – Statt anonymer Hotels erwarten dich kleine, charmante Unterkünfte: Bio-Bauernhöfe, gemütliche Almchalets oder nachhaltig geführte Pensionen, wo der Gastgeber dich mit einem Lächeln und einer Tasse frisch gebrühtem Kräutertee begrüßt.

    Kulinarik zum Verweilen – Kein „To-Go“-Schnellimbiss, sondern Essen, das nach Heimat schmeckt. Bio-Bauernhöfe bieten hofeigene Produkte an, von hausgemachten Marmeladen bis hin zu würzigem Käse aus Rohmilch. Wer Slow Travel ernst nimmt, setzt sich mit Genuss an einen langen Holztisch und kostet sich durch die Region – am besten mit einem Glas frisch gepresstem Apfelsaft von der Streuobstwiese.

    Natur als Abenteuer (ohne Eile) – Wandern ohne Ziel, nur der Nase nach. Statt Gipfelrekorden geht es ums Staunen: über eine blühende Almwiese, das klare Wasser eines Bergsees oder die Stille eines Waldes. Wer es aktiver mag, kann mit dem Fahrrad von Hof zu Hof fahren, die Bauernmärkte besuchen oder sich einer geführten Kräuterwanderung anschließen – dort lernt man übrigens, dass Spitzwegerich nicht nur lustig klingt, sondern auch wunderbar gegen Mückenstiche hilft.

    Lokale Kultur in ihrer schönsten Form – Das Salzburger Land hat mehr zu bieten als Postkartenidylle. In kleinen Dörfern gibt es traditionelle Handwerksbetriebe, urige Bauernmärkte und Feste, die das Leben feiern. Hier geht es nicht um Touristen-Shows, sondern um echtes, gelebtes Brauchtum – vom Almabtrieb bis hin zu stimmungsvollen Musikabenden in der Dorfschenke.

    Einfach ankommen – und bleiben wollen

    Slow Travel im BioParadies Salzburger Land bedeutet, nicht durch eine Region zu reisen, sondern in ihr anzukommen. Es ist das bewusste Innehalten, das Verweilen, das Spüren der kleinen, besonderen Momente. Vielleicht ist es der Duft von frisch gemähtem Heu, die warme Milch, die du direkt aus der Kanne trinkst, oder das herzliche Gespräch mit einer Bäuerin, die dir erklärt, warum ihre Kühe Namen haben und das Stall-leben nicht mögen.

    Am Ende bleibt vor allem eines: ein Gefühl von tiefer Entspannung und echter Verbindung zur Natur. Und das Schönste? Wer einmal so gereist ist, will nie wieder anders.