Drei Hauben. 100 Prozent Bio. Und Abende, die man nicht vergisst.

VOI.bio Restaurant Puch Urstein

Manchmal beschließt man ganz bewusst, sich herauszuputzen. Nicht, weil man muss. Nicht, weil ein Termin im Kalender steht. Sondern, weil man Lust darauf hat. Lust auf einen Abend, der sich besonders anfühlt.

Man schlüpft in das Kleid oder das Hemd, das sonst im Schrank auf seinen großen Auftritt wartet. Man packt seine Liebsten ein. Und dann gönnt man sich etwas.

Im VOI.bio in Puch Urstein isst man nicht einfach auf Drei Hauben Niveau. Man isst 100 Prozent Bio. Und das auf einem Niveau, das zeigt, wie vielschichtig, fein und gleichzeitig kraftvoll biologische Küche sein kann.

Ein Dinner auf höchstem Niveau. Und trotzdem leistbar.

Liebe geht durch den Magen

Das Sharing Menü am Valentinstag beginnt mit Brot, Butter und einem Amuse Bouche. Ein leiser Auftakt, der schon erahnen lässt, was kommt.

Dann stehen die Vorspeisen auf dem Tisch. Nicht streng portioniert, sondern zum Teilen. Zum Probieren. Zum Weiterreichen.

Bio Lachsforelle mit Sanddorn und Kürbis.
Frisch, säuerlich, weich und cremig zugleich.

Pilz Fumée mit Hanf.
Rauchig, erdig, tief.

Beef Tatare mit Miso und Trüffel.
Umami, Würze, Eleganz.

Man beugt sich über die Teller, kostet, tauscht Blicke aus. Man spricht über Aromen. Über Texturen. Und darüber, wie gut es sich anfühlt, sich einfach Zeit zu nehmen.

Im Hauptgang wird es noch intensiver.

Hirsch mit Pastinake und Erdäpfel Lauch Tarte, begleitet von einer Wacholderjus, die an Waldspaziergänge erinnert.

Frischkäse Tascherl mit Topinambur und Quitte, fein ausbalanciert zwischen Süße und Säure.

Seeforelle mit Apfel Sellerie, rotem Reis und Nussbutter. Zart, klar, elegant.

Alles ist vielschichtig. Nichts ist überladen. Jeder Teller wirkt durchdacht.

Zum Abschluss das Duett von der Zotter Schokolade mit Himbeer. Roquefort mit Grapefruit und salzigem Kakao. Und schließlich die VOI.bio Praline „His & Hers“. Ein kleines Augenzwinkern zum Valentinstag.

Dazu eine erlesene Weinauswahl, die den Abend trägt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Im Fine Dining Bereich entsteht eine fast intime Stimmung. Die gemütlichen Sitzecken fühlen sich an wie eine Umarmung. Man ist unter Menschen und doch ganz für sich.

Wenn Kulinarik sichtbar wird

Und dann die Küchenparty.

Hier ist es anders. Offener. Lebendiger. Persönlicher.

Keine geschlossenen Türen. Man bewegt sich frei durch den Raum, kommt mit anderen Gästen ins Gespräch, steht plötzlich neben dem Pass und schaut zu, wie Teller angerichtet werden.

Die Küchenparty am Aschermittwoch war kein klassisches Menü. Sie war ein kulinarischer Streifzug. Ein Abend, an dem man sich treiben lässt, kostet, zurückkommt, noch einmal probiert.

Schon beim Vorspeisenbuffet wurde klar, wie vielseitig dieser Abend gedacht war. Kleine Gabelbissen, Kreationen mit heimischem Fisch, handgerollte Maki Rollen mit Forelle und Gurke, frisch tranchierte Lachsforelle mit Soja, Yuzu und einem Hauch Trüffel. Ein „Hamburger Fischweckerl“ im VOI.bio Stil aus Saibling. Und dann diese falsche Jakobsmuschel aus Kräuterseitling mit Gremolata, die zeigt, wie kreativ hier mit Texturen gespielt wird.

Daneben eine Bouillabaisse aus heimischen Fischen mit Perlgraupen und Spinat. Kräftig, wärmend, tief.

Was diesen Abend so besonders gemacht hat, war die Bandbreite.

Waller Szegetiner mit Kraut und Sauerrahm, bodenständig interpretiert und doch raffiniert.
Seeforelle mit Zitrusrisotto und Kapern Crunch, frisch und elegant.
Fischbällchen mit Kartoffel Artischockensalat und Remoulade, fast schon verspielt.
Pasta mit Trüffel und Parmesan, purer Genuss.
Gyoza mit Spinat und Hanf, modern und leicht.

Es war kein Abend für eine einzige Geschmacksrichtung. Es war ein Abend für Neugier. Für Kontraste. Für Wiederholungen.

Man holt sich kleine Portionen, steht wieder in der Küche, schaut beim Anrichten zu, kommt mit den Köchen ins Gespräch. Und plötzlich probiert man Dinge, die man vielleicht nie bestellt hätte.

Zum Abschluss ein Käsebuffet mit österreichischen Sorten, begleitet von Chutneys, Nüssen und Trockenfrüchten. Und süße Kreationen aus dem Glas, frische Pofesen mit Powidl und Zimtzucker. Tradition trifft Moderne, auch im Dessert.

Die Küchenparty im VOI.bio ist kein steifes Event. Sie ist lebendig. Persönlich. Und vor allem unglaublich vielfältig.

Man geht nicht nur satt nach Hause. Man geht inspiriert.

Die Köpfe hinter der Küche

Küchenchef Daniel Leitner ist keiner, der sich hinter dem Pass versteckt. Der gebürtige Seekirchner wurde in der Salzburger Spitzengastronomie groß, seine Ausbildung begann bei Bruno Plotheger und führte ihn bis zum Schlosswirt zu Anif. Den prägenden Feinschliff erhielt er von seinem Mentor Maximilian Aichinger, der seinen Blick für moderne Spitzenküche nachhaltig geschärft hat.

Heute verbindet Daniel dieses handwerkliche Fundament mit einer klar gelebten Haltung. No Waste ist für ihn kein Schlagwort, sondern Selbstverständlichkeit. Respekt vor dem Produkt, bewusster Umgang mit Ressourcen und kompromisslose Qualität ziehen sich durch jedes Menü. Mit Techniken wie Dry Aging und Fermentation holt er aus regionalen Zutaten und frischen Kräutern eine Tiefe heraus, die überrascht und begeistert. Traditionelles Handwerk denkt er weiter, ohne es zu verlieren. Nachhaltig, zeitgemäß und mit viel Gefühl.

Und trotzdem ist er nahbar. Sympathisch. Er kommt zum Tisch, fragt nach, erklärt, erzählt. Spricht mit leuchtenden Augen über seine Kreationen, als würde er sie gerade neu entdecken.

An seiner Seite steht Karol Klinger. Jung, dynamisch, mit polnischen Wurzeln und trotz seiner 28 Jahre bereits einem Jahrzehnt Erfahrung am Herd. Seine Philosophie ist klar und reduziert. Maximal fünf Zutaten pro Gericht, damit jedes einzelne Produkt wirken darf.

Während Daniel die Tiefe bringt, sorgt Karol für Energie. Für Stimmung in der Küche. Für diesen lebendigen Rhythmus, den man spürt, wenn ein Team perfekt zusammenspielt.

Genau diese Mischung aus Präzision, Leidenschaft und Persönlichkeit landet schließlich auf dem Teller.

VOI.bio ist kein Ort für schnelle Entscheidungen.

Es ist ein Ort für besondere Abende. Für Gespräche, die länger dauern. Für Gläser, die sich wie von selbst noch einmal füllen. Für Gerichte, über die man am nächsten Tag noch spricht.

Ob Sharing Menü zum Valentinstag oder Küchenparty mit Blick hinter die Kulissen. Hier wird Essen zum Erlebnis.

Und vielleicht sitzt man am Ende da, lehnt sich zurück und denkt sich:

Genau deshalb putzt man sich manchmal freiwillig heraus.