VOI.bio ist kein Ort, den man einfach betritt – es ist ein Ort, den man erlebt. Zwischen moderner Architektur und lebendiger Kunst findet sich hier ein Restaurant, das mehr ist als bloß ein schöner Platz zum Essen. In raffiniert gestalteten Vitrinen liegen handverlesene Weine neben liebevoll eingelegten Raritäten im Weckglas. In der Ecke der Terrasse sprießen Setzlinge und essbare Blüten. Auf dem Dach: ein Garten, wild und geordnet zugleich. Alles deutet darauf hin – hier wird mit Leidenschaft, Neugier und viel Liebe zur Region gearbeitet.
Was im VOI.bio passiert, geht weit über ein Newcomer-Restaurant hinaus. Hier wird mit Kopf, Herz und Herkunft gekocht – inspiriert von der Natur, geprägt von bäuerlichen Wurzeln und mit einer ganz eigenen Herangehensweise an Genuss und Nachhaltigkeit.


Besuch bei Küchenchef Erhard Schober in Puch Urstein
Erhard Schober öffnet mir die schwere Tür zum Kühlhaus – und plötzlich stehe ich vor einer Schatzkammer aus Weckgläsern, Essigmüttern (noch vom Großvater) und eingelegtem, handverlesenem Bio-Gemüse.
Wer mit Erhard spricht, spürt schnell: Da ist jemand, der Bio nicht als Trend, sondern als Haltung versteht.
„Ich muss in Italien keine Schnitzel essen und bei uns keine Meeresfrüchte aus Portugal servieren.“
Stattdessen schwört er auf Pilze von den Flachgauer Bio-Pilzen, saisonales Gemüse, das er selbst einkocht und fermentiert, sowie Wildkräuter, die er in der Umgebung selbst pflückt – darunter japanischer Knöterich. Alles davon landet auf dem Teller, ist schön fürs Auge und entfaltet pure Freude am Gaumen.



„Exquisite Küche muss nicht weit gereist sein. Die Produkte, die wir hier haben, sind das Besondere.“
Gastgeber mit Bodenhaftung
„Ich bin am Bauernhof meiner Großeltern aufgewachsen. Meine Mutter ist eine richtige Kräuterhexe – von ihr habe ich früh gelernt, wie man mit Pflanzen umgeht und sie wertschätzt.“

Obwohl Erhard am liebsten am Herd steht, ist er auch oft direkt am Gast.
„Ich möchte erklären, mitnehmen, Haltung zeigen, aber nicht belehren.“
Diese Haltung spürt man. Man fühlt sich sofort wohl – nicht nur wegen des Essens, sondern wegen der Atmosphäre, die von innen heraus entsteht.
Hier bekommt man kein überstyltes Tellergericht mit Showeffekt, sondern ehrliche, aromatisch dichte Küche mit Tiefe. Mit Know-how, Respekt vor dem Produkt und immer wieder einer Spur Überraschung. Mal fermentiert, mal eingelegt, mal auf offenem Feuer gegrillt.
„Man muss bei uns nicht im Anzug erscheinen – und auf gut Deutsch gesagt: auch nicht mit einem Stock im Arsch. Es soll sich anfühlen wie im Wohnzimmer. Das ist die Idee.“
Jeder darf sich einbringen
Das VOI.bio-Team ist jung, international und offen. Und es wird ermutigt, mitzugestalten.
„Bei uns kann sich jeder verwirklichen. Das ist selten geworden in der Branche.“
Erhard weiß, wie wichtig das ist, um echte Begeisterung zu erzeugen. Und die merkt man nicht nur in der Küche, sondern auch im Garten am Dach: Hier wachsen Ideen, Setzlinge und Zukunftsgeschichten. Alles in Bio, alles mit Liebe gepflegt.

Hinter dem Konzept von VOI.bio steht Andreas Birngruber – Visionär, Gastronom und leidenschaftlicher Bio-Botschafter. Er hat mit VOI.bio einen Ort geschaffen, an dem kulinarische Exzellenz und Nachhaltigkeit kein Widerspruch, sondern gelebte Selbstverständlichkeit sind. Seine langjährige Erfahrung in der Gastronomie, u. a. mit Chef Partie, spiegelt sich in jedem Detail des Hauses wider. Mit diesem Projekt verbindet er höchste Bio-Standards, moderne Architektur und eine offene Gastgeberkultur zu einem der spannendsten Genussorte im SalzburgerLand.
Bio-Kulinarik – von Frühstück bis Fine Dining
„Ich rechne im Sommer schon 20 Kilo Eierschwammerl ein, die ich einlegen kann – so kommt auch im Herbst noch Regionales auf den Teller. Und im Winter? Dann gibt’s eben ein Erdbeer- oder Himbeerkompott. Das ist auch sehr lecker – und das müssen die Leute einfach wieder lernen zu schätzen.“
VOI.bio lädt zu jeder Tageszeit zum Genießen ein: Wer mag, startet hier mit einem besonderen Frühstück in den Tag – das Buffet ist bewusst klein gehalten, dafür ist jedes einzelne Produkt sorgsam ausgewählt und von hoher Qualität. Am Sonntag wird der Brunch zelebriert: Zusätzlich zum Frühstück gibt es zwei warme Gerichte, die im Sinne des „Sharing is Caring“-Prinzips direkt auf den Tisch gestellt werden.
Unter der Woche wartet der Business Lunch in Form der beliebten Bento Box: ein Hauptgericht (vegan, vegetarisch oder mit Fleisch), ein Salat mit Wildkräutern und ein feines Dessert. Ich durfte sie selbst probieren – und war begeistert. Zwischendurch könnt ihr euch im Bistro verwöhnen lassen.
Wer sich nach einem außergewöhnlichen Abend sehnt, sollte sich einen Tisch für das Fine Dining sichern – jeweils donnerstags und freitags, ausschließlich mit Reservierung.







Am Ende meines Besuchs weiß ich: Das hier ist mehr als Essen.
Das ist ein Statement.
Für Geschmack, für Verantwortung, für eine enkeltaugliche Küche.


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