Autor: abraunbart

  • Wie Salzburgs Landwirte den Boden rocken

    Wie Salzburgs Landwirte den Boden rocken

    Stell dir vor, du bist ein Regenwurm in Salzburg. Dein Alltag besteht aus gemütlichem Durch-die-Erde-Wühlen, während über dir die Kühe grasen und ihren wertvollen Mist hinterlassen. Ein wahres Festmahl für dich und deine Kollegen!

    Humus: Das schwarze Gold der Landwirtschaft

    In Salzburg haben viele Landwirte erkannt, dass der wahre Schatz nicht in der Schatzkammer liegt, sondern direkt unter ihren Füßen. Humus, die oberste Schicht des Bodens, ist nicht nur für Regenwürmer ein Paradies, sondern auch für Pflanzen. Er speichert Wasser, liefert Nährstoffe und sorgt dafür, dass unsere Lebensmittel so richtig lecker werden.

    Doch Humus fällt nicht einfach vom Himmel (obwohl das praktisch wäre). Er entsteht durch kluge Landwirtschaftspraktiken, die den Boden lebendig halten. Das nennt sich regenerative Landwirtschaft – ein Ansatz, der darauf abzielt, den Boden zu verbessern, anstatt ihn auszubeuten.

    Salzburg: Ein Paradies für Bio-Pioniere

    Wusstest du, dass im SalzburgerLand über 50 % der Bauernhöfe biologisch bewirtschaftet werden? Damit ist Salzburg Europas Spitzenreiter in Sachen Bio-Landwirtschaft.

    salzburgerland.com

    Ein Beispiel dafür ist der Feli’s Hof in Obertrum am See. Hier setzt man auf bio-intensive Methoden, die den Boden schonen und gleichzeitig reichlich Gemüse hervorbringen. Maschinen? Fehlanzeige! Stattdessen kommen spezielle Handgeräte zum Einsatz, die den Boden nicht unnötig belasten.

    felishof.at

    Carbon Farming: CO₂-Speicherung leicht gemacht

    Ein weiteres Schlagwort in der regenerativen Landwirtschaft ist das Carbon Farming. Dabei geht es darum, CO₂ aus der Atmosphäre im Boden zu speichern – durch Humusaufbau. Die Idee dahinter: Landwirte erhalten Geld dafür, dass sie der Atmosphäre CO₂ entziehen. Eine Win-Win-Situation für Klima und Landwirtschaft!

    bio-austria.at

    Humusaufbau: Mehr als nur ein Trend

    Der gezielte Aufbau von Humus hat zahlreiche Vorteile:

    • Bessere Bodenfruchtbarkeit: Gesunde Böden bringen gesunde Pflanzen hervor.
    • Wasserspeicherung: Humusreiche Böden können mehr Wasser speichern, was in trockenen Sommern Gold wert ist.
    • Klimaschutz: Durch die Speicherung von CO₂ im Boden wird die Atmosphäre entlastet.

    Fazit: Salzburgs Böden haben’s drauf

    Die regenerativen Methoden der Salzburger Bio-Bauern zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft nicht nur möglich, sondern auch unglaublich effektiv ist. Mit Humor und Herz setzen sie sich für den Erhalt und die Verbesserung unserer Böden ein – zum Wohl von Mensch und Natur.

  • Der wilde Pinzgau

    Der wilde Pinzgau

    Wo das Salzburger Land am urigsten schmeckt

    Es gibt Orte, die besucht man – und dann gibt es Orte, die spürt man. Der Pinzgau gehört zur zweiten Kategorie. Hier, zwischen mächtigen Bergen, glitzernden Gletschern und sonnenverwöhnten Almen, fühlt sich das Leben irgendwie echter an. Vielleicht liegt es an den Menschen, die ihre Traditionen mit Stolz leben, oder am Essen, das nach Heimat schmeckt. Eins ist sicher: Wer den Pinzgau besucht, bleibt hängen – sei es am dampfenden Kasnocken-Pfandl, an einer Handvoll Bauernbrot mit Pinzgauer Bierkäse oder an einem dieser Sonnenuntergänge, die man nie wieder vergisst.

    Kasnocken im Pfandl
copyright SalzburgerLand

    Kulinarik im Pinzgau – Herzhaft, deftig & echt

    Hier oben in den Bergen isst man, was die Natur hergibt – und das schmeckt. Der Pinzgauer Bierkäse ist eine echte Legende: würzig, reif, manchmal so stark, dass er fast einen eigenen Reisepass braucht. Am besten schmeckt er mit frischem Bauernbrot und einem kalten Glas Most. Dazu ein „Bladln“ – ein traditioneller, knuspriger Teigfladen mit Sauerkraut – und der Tag ist kulinarisch gesehen gerettet.

    Noch ein Tipp für echte Genuss-Abenteurer: Die Via Culinaria führt dich auf einen genussvollen Roadtrip durch den Pinzgau, vorbei an Almhütten, Gasthöfen und Hofläden, in denen man noch schmeckt, dass hier mit Liebe gekocht wird. (Mehr dazu)

    Handwerk mit Herzblut – Wo Lederhosen nicht aus China kommen

    Echte Pinzgauer Lederhosen erkennt man sofort: Sie haben Patina, Charakter und eine Geschichte, die man fühlen kann. In kleinen Traditionswerkstätten wird das Handwerk noch so ausgeübt, wie vor Generationen – mit Nadel, Faden und unglaublich viel Liebe zum Detail.

    Lederhose

    Ein weiteres Highlight: Schindelmacher, Holzschnitzer & Drechsler – uraltes Handwerk, das hier noch lebendig ist.

    Tradition hautnah – Hier wird das Leben gefeiert

    Wenn der Herbst kommt, bricht im Pinzgau die beste Zeit des Jahres an: Der Bauernherbst. Dann ziehen prächtig geschmückte Kühe ins Tal, die Musikanten packen ihre Quetschn aus und der Dorfplatz verwandelt sich in eine Bühne für gelebte Tradition. Man trinkt, tanzt und isst – am besten alles auf einmal.

    Aber nicht nur im Herbst pulsiert das echte Pinzgauer Leben. Wer den Hundstoa-Ranggeln, ein traditionelles Berg-Ringen auf über 2.000 Metern, erleben will, sollte sich im Sommer auf die Hundstein-Alm wagen. Hier messen sich seit Jahrhunderten die Stärksten der Starken – ein Spektakel, das man so schnell nicht vergisst. (Mehr dazu)

    Pinzgau erleben – Langsam, intensiv & mit allen Sinnen

    Der Pinzgau ist kein Ort, den man nur „besichtigt“ – er ist ein Ort, den man schmeckt, riecht, hört und fühlt. Es sind die butterweichen Almwiesen, das Knirschen der Schotterwege unter den Bergstiefeln, der Geruch von frisch gemähtem Heu. Es sind die Menschen, die sich Zeit nehmen, ein Schnapserl mit dir trinken und dir Geschichten erzählen, die du nirgendwo nachlesen kannst.

    Wer Slow Travel liebt, wird den Pinzgau nicht einfach abhaken – sondern sich verlieren, wiederkommen und immer ein Stück davon im Herzen behalten.

    Bist du bereit, Salzburgs wildeste Seite kennenzulernen? 😊

  • Der echte Tennengau

    Der echte Tennengau

    Wo der Käse würziger, das Handwerk ehrlicher und der Dialekt schwerer verständlich ist

    Es gibt Orte, die muss man erleben, nicht nur besuchen. Der Tennengau ist so einer. Hier, wo sich sanfte Hügel mit schroffen Gipfeln abwechseln, Käse in der Sonne reift und die Einheimischen einen Dialekt sprechen, wo selbst Google Translate aufgibt, ist das Salzburger Land so echt wie nirgendwo sonst.

    Wer Tradition, Genuss und bodenständigen Humor mag, ist hier genau richtig – wer es nicht mag, wird es spätestens nach der ersten Kaspressknödelsuppe lieben.

    Gerade im Tennengau zeigt sich die Kraft der Anpassungsfähigkeit besonders eindrucksvoll. Die Region zählt rund 650 km² Fläche und beherbergt neben kulinarischen Highlights auch echte Natur- und Kulturschätze. Wer etwa in die Tiefen der Eisriesenwelt in Werfen eintaucht – der größten Eishöhle der Erde – erlebt hautnah, wie sich Natur über Jahrtausende an ihre Umgebung anpasst. Gleich daneben erhebt sich die imposante Burg Hohenwerfen, wo bei der Greifvogelschau der majestätische Flug der Adler und Falken zu bestaunen ist – eine kraftvolle Erinnerung daran, wie perfekt sich Tiere an ihre Umwelt anpassen.

    Nicht weit davon entfernt liegt die Altstadt von Hallein, deren verwinkelte Gassen, Salinen-Geschichte und inspirierende Museen vom menschlichen Einfallsreichtum erzählen – und davon, wie eng kulturelles Erbe und nachhaltige Entwicklung miteinander verknüpft sind.

    Fürstenhof in Kuchl

    Kulinarik – Hier riecht man den Käse schon von weitem

    Was wäre der Tennengau ohne Käse? Wahrscheinlich immer noch schön, aber um einiges langweiliger. Der Tennengauer Almkäse ist berühmt für seinen kräftigen Geschmack – ein bisschen wie der Charakter der Einheimischen, nur schmilzt er besser auf der Zunge. Hergestellt aus bester Heumilch, gereift in klarer Bergluft und serviert mit frischem Bauernbrot, ist er der Star jeder Almjause. Wer es etwas milder mag, probiert den Heumilchkäse, der mit seinem nussigen Aroma selbst skeptische Käseanfänger überzeugt.

    Doch der Tennengau kann noch mehr: Kasnocken in der Pfanne, goldgelb überbacken und mit viel Röstzwiebeln serviert, sind hier nicht nur eine Mahlzeit, sondern eine Lebenseinstellung. Wer sich traut, eine echte Tennengauer Wirtshausjause zu bestellen, sollte genügend Zeit (und einen dehnbaren Hosenbund) mitbringen: Speck, Würste, frisch gebackenes Bauernbrot und hausgemachte Aufstriche sorgen dafür, dass niemand hungrig aufsteht – oder sich in den nächsten Stunden noch groß bewegen kann.

    Wo Holz, Leder und Ton in die richtigen Hände geraten

    Im Tennengau ist Handwerk keine Modeerscheinung, sondern gelebte Tradition. Hier gibt es noch echte Drechslereien, Holzschnitzereien und Lederwerkstätten, in denen mit Hingabe und Präzision gearbeitet wird. Wer glaubt, dass eine Lederhose einfach nur eine Hose aus Leder ist, war noch nie in einer der kleinen Maßwerkstätten der Region. Hier wird jedes Stück individuell gefertigt, mit Stickereien veredelt und hält dann ein Leben lang – oder bis zur nächsten wilden Bauernhochzeit.

    Besonders sehenswert ist der Tonraum in Hallein, wo handgefertigte Keramik entsteht, die so rustikal wie charmant ist. Perfekt, um sich ein bisschen Tennengau-Feeling nach Hause zu holen – oder um endlich eine Schüssel zu besitzen, die so schwer ist, dass sie garantiert nicht umfällt.

    Kultur & Brauchtum – Wenn der Herbst nach Heu, Most und Blasmusik riecht

    Im Tennengau wird Tradition nicht nur gepflegt, sondern richtig gefeiert. Der Bauernherbst ist eines der Highlights des Jahres: Wenn die Kühe kunstvoll geschmückt von den Almen ins Tal zurückkehren und die ganze Region nach frisch gepresstem Apfelsaft, würzigem Speck und frisch gebackenem Bauernbrot duftet, dann weiß man, dass man im Tennengau angekommen ist.

    Besonders spektakulär sind die Almabtriebe, bei denen die Kühe nicht nur aus reiner Freude an der Bewegung ins Tal laufen, sondern weil sie wissen, dass am Ende des Tages auch für sie ein ordentliches Festmahl wartet. Wer es traditionell mag, sollte unbedingt einen der vielen Blasmusik-Abende besuchen – die einzige Gelegenheit, bei der sich ein ganzer Saal von Lederhosen tragenden Männern gleichzeitig zu Helene Fischer bewegt, als wäre es das Normalste der Welt.

    Wo man einmal hinfährt und dann nicht mehr weg will

    Der Tennengau ist nicht einfach nur eine Region, sondern ein Lebensgefühl. Hier trifft echte Tradition auf gelebten Genuss, und wer einmal einen warmen Kasnocken gegessen oder einen Tennengauer Handwerker bei der Arbeit beobachtet hat, wird verstehen, warum man sich hier so wohlfühlt.

    Also, auf geht’s – rein in die Wanderschuhe, hoch auf die Almen, tief ins nächste Wirtshaus – und rein ins echte SalzburgerLand!